bios dirigentInnen, solistInnen und komponIstinnen

Félix Dervaux, Horn

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Félix Dervaux, Horn

Mit 23 Jahren trat Félix Dervaux 2013 dem Royal Concertgebouw Orchester Amsterdam als Solohornist bei. Diese Position hatte er bis 2016 inne. Die holländische Presse bezeichnete sein Spiel als „top  class“ (NRC Handelsblad) und lobte sein "atemberaubendes  Selbstvertrauen und seine Musikalität" (Les Echos, France).

Geboren 1990 in Cambrai, Frankreich, begann Félix seine  Musikstudien (Schlagwerk und Horn) im Alter von 7 Jahren. Mit 19  setzte er seine Studien am Conservatoire national supérieur de musique et de danse in Lyon fort. Das ERASMUS Programm der Europäischen Union erlaubte es ihm, seine Ausbildung an der Universität der Künste Berlin weiter zu vervollkommnen. In dieser Zeit wurde er auch zur renommierten Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker zugelassen.

Seine Karriere startete als Solohornist im Orchestre National de l’Opéra de Lyon. Darauf folgten Solopositionen beim Orchestre Philharmonique de Radio France, beim Orchestre National du Capitole de Toulouse und beim Orchester der Bayerischen Staatsoper in München.

Félix Dervaux war Preisträger etlicher internationaler Wettbewerbe, unter anderem gewann er 2013 den ersten Preis der Città di Porcia International Competition (Italien). 2016 war er Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD und gewann den Sonderpreis für die beste Interpretation der zeitgenössischen Auftragskomposition.

Seit 2016 ist er vermehrt als freischaffender Solist auf internationalen Tourneen tätig und folgt Einladungen bedeutender Orchester weltweit als erster Gasthornist.

Fotocredit: (c) Daniel Delang

Marc Piollet, Dirigent

Marc Piollet, Dirigent

Der 1962 in Paris geborene Dirigent Marc Piollet studierte an der Hochschule der Künste in Berlin. Meisterkurse bei John Eliot Gardiner, Michael Gielen und Kurt Masur prägten seinen Werdegang. 1995 war er alleiniger Preisträger beim Dirigentenforum des Deutschen Musikrates. Nach Stationen als Erster Kapellmeister beim Philharmonischen Staatsorchester Halle und am Staatstheater Kassel war er 2003 bis 2005 Musikdirektor an der Volksoper Wien. Von 2004 bis 2012 feierte er als Generalmusikdirektor am Hessischen Staatstheater Wiesbaden große Erfolge mit Wagners komplettem Ring und Neuinszenierungen von Don Carlos, Elektra, Falstaff, Faust, Fidelio, Freischütz, Idomeneo, La Bohème, Lohengrin, Lulu, Rigoletto, Rosenkavalier, Salome, Simon Boccanegra, Tristan und Isolde und Tosca.

Gastengagements führen Marc Piollet an bedeutende Opernhäuser, darunter das Königliche Theater Kopenhagen (La Bohème mit Anna Netrebko als Mimi), die Bayerische Staatsoper (Les Contes d'Hoffmann), die Opéra National de Paris (Il barbiere di Siviglia, Les Contes d'Hoffmann mit Rolando Villazón in der Titelrolle), das Staatstheater Stuttgart (Jenufa, Herzog Blaubarts Burg und Erwartung) und die Wiener Staatsoper (Il barbiere di Siviglia). Am Gran Teatre del Liceu in Barcelona dirigierte er Carmen in einer Inszenierung von Calixto Bieito; die Produktion wurde bei Unitel Classica/C major auf DVD veröffentlicht. Ebenfalls mit Carmen gab er 2014 sein umjubeltes Operndebüt in den USA an der Cincinnati Opera. 2016 kehrte er mit La Bohème ans Gran Teatre del Liceu nach Barcelona zurück. An der Deutschen Oper am Rhein dirigiert er in der Spielzeit 2017/2018 die Produktion Petruschka/L’enfant et les sortilèges der Theatertruppe „1927“ (Suzanne Andrade, Esme Appleton und Paul Barritt), einer Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin.

Seit einigen Jahren verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem Teatro Real in Madrid. Dort gastierte er mit Massenets Don Quichotte und C(h)oeurs, einer Produktion des belgischen Choreographen Alain Platel mit Musik von Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Tourneegastspiele mit C(h)oeurs folgten im Concertgebouw in Brügge, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, beim Holland Festival sowie im Festspielhaus St. Pölten. 2013/2014 dirigierte er am Teatro Real zwei Neuproduktionen: während der Proben für L'elisir d'amore bat ihn Gérard Mortier noch zusätzlich das Dirigat in Peter Sellars spektakulärer Inszenierung von Tristan und Isolde zu übernehmen. Im Herbst 2017 kehrt er mit Carmen wieder nach Madrid zurück.

Neben seinen Opernerfolgen ist Marc Piollet auch für das symphonische Repertoire sehr gefragt und konzertiert weltweit mit renommierten Orchestern, darunter u. a. das Atlanta Symphony Orchestra, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Gewandhausorchester Leipzig, das Orchestre National de Lyon, die Münchner Philharmoniker, das China Philharmonic Orchestra und das Tokyo Symphony Orchestra. Nach seinem gefeierten Debüt beim Orchestre Symphonique de Montréal 2011 wurde er sofort für die nächste Spielzeit wieder eingeladen und begeisterte das kanadische Publikum bei seiner Rückkehr mit der von ihm selbst zusammengestellten symphonischen Suite aus Wagners Götterdämmerung. 2012
leitete er im Festspielhaus Baden-Baden ein Beethoven-Programm mit Lang Lang und dem Mozarteumorchester Salzburg. Mit Annette Dasch verbindet Marc Piollet eine enge künstlerische Zusammenarbeit: bei Sony erschien eine Einspielung mit Mozart-Arien gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin, zu erwähnen sind ebenfalls Tourneen zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester sowie die gemeinsame Produktion "Die Gretchenfrage", die im September 2014 bei EuroArts auf DVD und Blu-ray erschien. Mit Piotr Beczała gestaltete er Operngalas am Teatro Real, beim Festival Castell de Peralada, bei den Regensburger Thurn und Taxis Schlossfestspielen, in Santa Monica sowie gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester in der Tonhalle Zürich und im KKL Luzern.


Seit vielen Jahren engagiert sich Marc Piollet intensiv für den Orchesternachwuchs, so leitet er u. a. regelmäßig Arbeitsphasen der von ihm noch während seiner Studienzeit gegründeten Jungen Sinfonie Berlin. In seiner Amtszeit als Wiesbadener Generalmusikdirektor setzte er sich tatkräftig für die Gründung der Orchesterakademie des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden ein; seit 2010 können dort talentierte junge Musiker wertvolle Orchestererfahrungen sammeln. Seit Herbst 2016 ist er Professor für Dirigieren an der Kunstuniversität Graz.

Weitere Informationen über Marc Piollet finden Sie unter www.marcpiollet.com.

Sophie Rennert, Mezzosopran

Sophie Rennert, Mezzosopran

Die österreichische Mezzosopranistin Sophie Rennert begann neben Geigen- und Klavierunterricht ihre Gesangsausbildung bei ihrer Mutter, der Sopranistin und Gesangspädagogin Sigrid Rennert. 2014 schloss sie ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Karlheinz Hanser, sowie bei Prof. Charles Spencer mit Auszeichnung ab. Sie besuchte Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Ann Murray, Helmut Deutsch u.a.

Sophie Rennert ist Gewinnerin des 2. Preises und des Publikumspreises des 7. Internationalen Cesti-Wettbewerbes für Barockgesang in Innsbruck 2016. Sie ist außerdem Preisträgerin des Internationalen Mozartwettbewerbes Salzburg 2014. 2013 wurde ihr der Preis der Professor Armin Weltner Stiftung und der Förderpreis der Freunde des Festivals Aix-en-Provence zuerkannt. 2012 gewann sie den ersten Preis bei Musica Juventutis und war daher mit einem Lied-Programm im Wiener Konzerthaus zu hören. Sie arbeitete mit renommierten Dirigenten und Orchestern zusammen, so zum Beispiel mit den Wiener Philharmonikern unter Philippe Jordan, dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Ádám Fischer, Ivor Bolton (Salzburger Festspiele 2013), Mirga Gražinytė-Tyla (Mozart: Idomeneo 2016) und Laurence Cummings (Händel: Lotario, 2017), mit der Camerata Salzburg und dem Bruckner Orchester Linz.

Als Konzertsolistin gastierte Sophie Rennert u.a. in Tokio, im Grazer und im Wiener Musikverein. Als Liedsängerin präsentierte sie sich u. a. bei der Schubertiade Hohenems, im Wiener Konzerthaus und im Wiener Musikverein u. a. mit Werken von Schubert, Schumann, Brahms, Schönberg und Britten. Auf Einladung von Graham Johnson war sie 2017 mit einem Schubert-Projekt im Wiener Konzerthaus, sowie mit einem Solo-Liedprogramm mit Werken von Schubert, Fauré und Britten beim Leeds Lieder Festival zu hören. 2014 erschien ihre CD "Von den Göttern weiß ich nichts" mit zeitgenössischen Vokalwerken von Uli Rennert. 2013 war Sophie Rennert Mitglied des "Young Singers Project" bei den Salzburger Festspielen. Von 2014 bis 2016 gehörte sie dem Ensemble von Konzert Theater Bern an.

Sophie Rennerts Opernrepertoire reicht vom Barock (u.a. Purcell: "Dido and Aeneas", Händel: "Susanna"), über Mozart (Cherubino, Dorabella, Sesto), und die Operette (Prinz Orlofsky) bis hin zu zeitgenössischen Werken (Wife/Mark-Anthony Turnage: "Greek").

In der Spielzeit 2016/2017 hatte sie großen Erfolg als Idamante ("Idomeneo") am Salzburger Landestheater, in der Titelrolle von Händels "Lotario" bei den Göttinger Händelfestspielen und als Andronico in Vivaldis „Tamerlano“ mit dem Ensemble Les Accents in Dortmund.

Nach ihrem Debüt bei den Bayreuther Festspielen 2017 als eines von Klingsors Zaubermädchen kehrt sie auch 2018 wieder dorthin zurück. 2017/18 halten sich Sophie Rennerts Auftritte auf der Opern- und der Konzertbühne die Waage: Neben Liederabenden bei den Festwochen der Alten Musik in Innsbruck, beim Belfast International Arts Festival, in der Wigmore Hall London, bei der Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems und im Rahmen der Reihe „Great Talent“ im Wiener Konzerthaus gibt sie in der Partie der Angelina („La Cenerentola“) am Nationaltheater Mannheim ihr Debüt und geht mit dem Young Singers Project der Salzburger Festspiele auf China-Tournee.

www.sophierennert.at | Künstleragentur: www.estherschollum.at 

Alexander Neubauer, Klarinette

 Alexander Neubauer, Klarinettist

Im Alter von 6 Jahren bekam Alexander Neubauer seinen ersten musikalischen Unterricht auf der Steirischen Harmonika. Ab dem 10. Lebensjahr erhielt er  Klarinettenunterricht bei Mag. Adolf Friedrichkeit und Privatunterricht am  Saxophon bei Johann Trummer. 1990, mit dem Eintritt ins Musikgymnasium  Graz, begann sein Klarinettenunterricht bei Prof. Gerhard Kühnl am  Konservatorium der Stadt Graz. Er gewann mehrere Preise bei "Jugend  musiziert", darunter mehrmals den Ersten Preis. Mit 17 Jahren, dem Übertritt ins  Musikgymnasium Wien (Matura 1995), begann er gleichzeitig das Studium an der Wiener Musikuniversität bei den Klarinettisten der Wiener Philharmoniker Professor Peter Schmidl und Johann Hindler bzw. dem Klarinettisten der Wiener Symphoniker Gerald Pachinger. Seine Diplomprüfungen (die 1. Diplomprüfung im Oktober 1998 und die 2. Diplomprüfung im Juni 2001) absolvierte er jeweils mit Auszeichnung und Erlagnung des akademischen Grades "Magister artium" (im Juli 2001). 

Alexander Neubauer war Substitut bei den Wiener Philharmonikern, im Orchester der Wiener Staatsoper, im Berliner Philharmonischen Orchester sowie bei den Wiener Symphonikern und arbeitete dabei regelmäßig mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Mariss Jansons, Riccardo Muti, MIchael Tilson Thomas und Eliahu Inbal zusammen. Als Soloklarinettist spielte er zahlreiche Konzerte und Tourneen, unter anderem mit den Bamberger Symphonikern, dem Wiener Concert-Verein, der Wiener Kammerphilharmonie, dem Wiener Jeunesse Orchester, der Jungen Wiener Bläserphilharmonie und dem Attersee Institute Orchestra unter Vladimir Feosejev, Giuseppe Sinopoli, Heinrich Schiff, Sir Neville Marriner.

Er kann bereits auf zahlreiche Konzertauftritte als Solist zurückblicken, unter anderem mit Klarinettenkonzerten von Mozart, Süssmayer, Copland, Stamitz und Pleyel, mit dem Wiener Concert-Verein, der Jungen Philharmonie Wien und dem Tiroler Kammerensemble InnStrumenti, dem Ambassade Orchester Wien, dem Wiener Jeunesse Orchester sowie mit der Philharmonie Györ. 
Internationale Kammermusikkonzerte präsentierte er unter anderem mit dem Hugo Wolf Quartett, Szymanowski Quartett, Eos Quartett, Rodin Quartett, Gemeaux Quartett sowie mit den Pianisten Christopher Hinterhuber, Cornelia Herrmann, Rico Gulda, Eduard und Johannes Kutrowatz, Markus Schirmer, dem Akkordeonisten Andrej Serkow und der Geigerin Patricia Kopatchinskaja. Er ist ebenfalls ein gefragter Kammermusikpartner von Musikern aus den eigenen Reihen der Wiener Symphoniker sowie von Mitgliedern aller anderen Wiener Orchester. Außerdem wird Alexander Neubauer regelmäßig zu Festivals und Konzertreihen im In- und Ausland eingeladen.

Foto © Bubu Dujmic

WebernKammerchor der mdw

WebernKammerchor der mdwWebernKammerchor der mdw

 Seit seiner Gründung durch Herwig Reiter im Jahr 1983 ist der WebernKammerchor  (1988-1999 von Johannes Prinz, 1999-2011 von Alois Glaßner, 2011-2016 von Johannes  Hiemetsberger geleitet) ein fixer Bestandteil des Wiener Konzertlebens. 
 Seit Februar 2016 hat Alois Glaßner wieder die Leitung des Ensembles übernommen. 

 Seine Mitglieder  allesamt chorinteressierte Studierende der Universität für Musik und  darstellende Kunst Wien  erarbeiten in diesem Rahmen Chormusik aller Stilrichtungen,  vom barocken Oratorium bis zu Werken aus dem Bereich Pop & Jazz, vom Madrigal bis zur Uraufführung zeitgenössischer A cappella Chormusik. 

Der WebernKammerchor sucht seit einigen Jahren in der Reihe "Choral Bridges" die Begegnung mit Kammerchören von Musikuniversitäten aus aller Welt. Das Ensemble traf zuletzt mit dem Madrigalchor der Hochschule für Musik und Theater (München), den Mississippi Concert Singers (USA) und den Chamber Singers der University of Illinois zusammen — sowohl in deren jeweiliger Heimatuniversität als auch an der mdw in Wien.

Neben Konzerten in Wien (Konzerthaus, Musikverein) und in Österreich führten zahlreiche Konzertreisen unter anderem nach Japan, Frankreich, Deutschland, Spanien, Finnland und die USA. 

Der WebernKammerchor der mdw ist Preisträger beim Internationalen Chorwettbewerb in Tampere und gewann einen 1. und einen 2. Preis beim Internationalen Chorwettbewerb Spittal an der Drau 2016. 

Foto © Theresa Pewal

Christoph Ehrenfellner

Christoph Ehrenfellner bearbChristoph Ehrenfellner, Dirigent und Komponist

Christoph Ehrenfellner übernahm die künstlerische Leitung von Produktionen an der Opera National de Lorraine/Nancy, an der Staatsoper Ruse/Bulgaria, am Teatro Teresa Carrena Caracas, beim Festival Ravenna Musica und beim Opernfestival Retz. Symphonische Kooperationen verbinden ihn mit dem Turku Philharmonic Orchestra, Orchestre Symphonique de Nancy, Orchestre Symphonique de Mulhouse, Thames Chamber Orchestra London, Bratislava Symphoniker, Mozarteum Orchester Salzburg, Philharmonie Südwestfalen, Toho Gakuen Orchestra Tokyo. Wesentliche Einflüsse erhielt er durch dirigentische Assistenzen bei Leif Segerstam, Daniel Klajner, Paolo Olmi, Georg Mark, Tito Munioz, Tetsuo Harada, Zsolt Hamar, Johannes Wildner und Andreas Schüller. Höhepunkte bildeten Opernproduktionen von Korngolds Toter Stadt, Strawinskys Sacre du Printemps und Les Noces, Prokofjews Romeo & Julia an der Opera National de Lorraine, Rossinis Barbiere di Siviglia an der Staatsoper Ruse, Mozarts Le Nozze, Così fan Tutte und Don Giovanni am Teatro Teresa Carrena Caracas und Strauß Die Fledermaus mit der Wallersee Philharmonie Salzburg. 

Besondere Oratorien-Produktionen gelangen mit dem Thames Chamber Orchestra London und dem Kings Choir mit Mozarts Requiem, mit der Sinfonietta Baden und dem Wiener Kammerchor mit Bachs Weihnachtsoratorium und Haydns Schöpfung, und mit der Wallersee Philharmonie und dem Salzburger Kammerchor mit Mendelssohns Elias. 
Symphonisch gibt es kaum ein Sujet, das dem Vollblut-Musiker Christoph Ehrenfellner nicht vertraut wäre. Vom frühen Barock bis hin zu den Uraufführungen aus eigener Feder spannt sich der dirigentische Bogen mit deutlichen Schwerpunkten auf die Wiener Klassik und deutsche Romantik. Ein persönliches Favoriten-Bekenntnis möchte inniglich die drei großen B umschließen: Beethoven, Brahms, Bartok. Wäre da nicht noch das symphonische Erbe Schuberts, Mahlers, Bergs, Bruckners. Besondere Inspiration zieht Christoph Ehrenfellner auch aus der russischen Schule, Strawinsky, Prokofjew, Schostakowitsch, Tschaikowsky, deren Umgang mit dem "Instrument Orchester" und der Tonalität auch größten Einfluss auf den Komponisten Ehrenfellner haben. 

Sein Hintergrund von mehr als 10 Jahren Gesangsstudium (Mozarteum Salzburg und Universität Wien), Violin- und Kammermusik-Studien (Alban Berg Quartett, György Kurtág, Ferenc Rados), Konzertmeister- und Stimmführertätigkeit beim Mahler Chamber Orchestra (Abbado, Harding), Ö. Ensemble für Neue Musik (Kalitzke). Internationale Festivalpräsenz als Geiger mit Partnern wie dem Alban Berg Quartett, Takacs Klaviertrio, Wiener Streichtrio, Franz Bartolomey, Paul Gulda und Alexandra Soumm bilden den sicheren Boden des vielseitigen Musikers von heute. 

Schon während des Studiums bei Georg Mark am Konservatorium Wien erarbeitete sich Ehrenfellner ein breites Repertoire als 1. Gastdirigent des Akademischen Orchestervereins Wien und als Coach von Jugendorchestern wie dem Wiener Jeunesse Orchester, dem OÖ Landesjugendorchester und dem Orquesta Juvenil de Caracas. Durch seine Tätigkeit als Juror und Workshop-Leader beim Summa cum Laude (SCL) Youth Festival in Wien hat sich die Arbeit auf Jugendorchester aus aller Welt ausgedehnt, unter anderem beim New Brunswick YO Canada, New Jersey YO, Milwaukee YO USA, Norwegian YO und Alicante YO Spanien.
2013 berief die Kunstuniversität Graz (KUG) Christoph Ehrenfellner zum Lehrbeauftragten für Orchester. 

Als Komponist hat sich Christoph Ehrenfellner innerhalb von wenigen Jahren einen hervorragenden Namen in der internationalen Musikwelt gemacht. Das sensationelle Opern-Debut von Mae Mona op. 7 am Max Reinhardt Seminar der Universität für Musik Wien 2009 gab den Startschuss für eine Karriere in den Domänen Musiktheater, Symphonik, Konzert und Kammermusik. Erfolgreiche Premieren verbinden Ehrenfellner mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Turku Philharmonic Orchestra, Toho Gakuen Orchestra Tokyo u.a. sowie mit Festivals wie dem Zeitkunst Festival Berlin, dem Nobuko Imai Viola Space Festival Tokyo, Festival Carinthischer Sommer, Academie Lyrique Rochefort und Kammermusik Festival Berlin. 

Künstler wie Leif Segerstam, Daniel Klajner, Zsolt Hamar, Enrico Calesso, Johannes Wildner, Valentin Erben, Alexandra Soumm, Sergey Malov, Matthias Schorn, Tomo Kelller, Emmanuel Tjeknavorian und viele andere sind begeisterte Interpreten seiner Werke. Umjubelte Debuts mit seinen Werken gab es unter anderem im Großen Festspielhaus Salzburg, im Wiener Musikverein und Wiener Konzerthaus, im Brucknerhaus Linz, Minoriten-Saal Graz, in Kioi- und Hakuju Hall Tokyo, La Filature Mulhouse, Turku Concert Hall, Victoria Hall Genf, Teatro Nacional S. Domingo, Mainfranken-Theater Würzburg. 

Foto © paladino music 

Emmanuel Tjeknavorian

Emmanuel Tjeknavorian, Violine

 Ausgezeichnet beim Internationalen Jean-Sibelius-  Violinwettbewerb 2015 für die beste Interpretation des  Violinkonzerts von Jean Sibelius sowie als Gewinner des zweiten  Preises zog Emmanuel Tjeknavorian internationale  Aufmerksamkeit auf sich. 

 1995 in Wien in eine Musikerfamilie geboren, erhielt Emmanuel  Tjekanvorian ab dem Alter von fünf Jahren Geigenunterricht und trat als  Siebenjähriger das erste Mal öffentlich mit Orchester auf. Seit 2011 studiert er bei Gerhard Schulz, ehemals Mitglied des weltberühmten Alban- Berg-Quartetts, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Für die Saison 2017/2018 wurde er für den Rising Star Zyklus der European Concert Hall Organisation ausgewählt, nominiert durch das Wiener Konzerthaus und den Musikverein Wien. Diese Tournee wird ihn in die renommiertesten Konzertsäle Europas führen. Zudem wird er als Solist der Orpheum Stiftung mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter der Leitung von Michael Sanderling debütieren. 
Zu den weiteren Highlights der aktuellen Saison zählen Engagements mit den Wiener Symphonikern, dem hr Sinfonieorchester beim Beethovenfestival Warschau, dem Bruckner Orchester Linz, der Camerata Salzburg, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und dem Jugendorchester des Bogotá Philharmonic Orchestra, mit dem er im Teatro Mayor in Bogotá unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada auftreten wird. 

Mit der Jeunesse Österreich arbeitet Emmanuel Tjeknavorian regelmäßig zusammen, so etwa als Solist mit dem Wiener Jeunesse Orchester oder im Rahmen einer Rezital-Tournee in der Saison 2016/2017, die ihn durch ganz Österreich führt. Darüber hinaus wird er sich beim neu gegründeten Festival Andermatt Classics, beim Rheingau Musik-Festival, beim Menuhin Festival Gstaad und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern in der Reihe "Junge Elite" mit einem Rezital präsentieren. 

Seine junge Karriere führte ihn schon beispielsweise in den Wiener Musikverein, in das Wiener Konzerthaus, in die Boston Symphony Hall sowie in das Helsinki Music Centre. Als Solist konzertierte er mit Orchestern wie dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem Orchestra della Toscana, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Boston Pops Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Münchner Kammerorchester sowie mit Dirigenten wie Cornelius Meister, Keith Lockhart, Hannu Lintu und John Storgårds.

Er gewann zahlreiche Preise bei Internationalen Musikwettbewerben, darunter waren neben dem Sibelius Violinwettbewerb auch der Fritz Kreisler Wettbewerb, der Johannes Brahms Wettbewerb sowie der Eurovision Young Musicians Wettbewerb, welcher im Rahmen der Eröffnung der Wiener Festwochen europaweit live übertragen wurde. 

Emmanuel Tjeknavorian spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari, Cremona, 1698, die ihm freundlicherweise von einem Gönner der "Beare's International Violin Society" aus London zur Verfügung gestellt wurde.

Foto © Uwe Arens

Martin Achrainer, Bariton

Copyright Reinhard Wikler bearbMartin Achrainer, Bariton

Der österreichische Bariton Martin Achrainer absolvierte eine Schauspielausbildung am renommierten Max Reinhardt Seminar in Wien, bevor er sein klassisches Gesangsstudium bei Rotraud Hansmann an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien aufnahm. Weitere prägende Lehrer waren Brigitte Fassbaender, Robert Holl und Charles Spencer. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit Irina Gavrilovici. Von 2004 bis 2006 war er am Tiroler Landestheater engagiert, seit der Saison 2006/2007 ist er festes Ensemblemitglied des Landestheaters Linz. Er erhielt für die Darstellung des Papageno bei den Festspielen auf Schloss Rheinsberg in Berlin den Deutschen Darstellerpreis der Stiftung Doppelfeld. Darüber hinaus gewann er weitere Preise internationaler Gesanngswettbewerbe, wie den Robert-Schumann-Wettbewerb, den Hugo-Wolf-Preis Wien, den Gradus ad Parnassum und den Hilde Zadek Wettbewerb für Literatur des 20. Jahrhunderts Wien, und fand so den Zugang zur internationalen Opern- und Konzertszene. 

Unter namhaften Dirigenten und Regisseuren wie Dennis Russell Davies, James Gaffigan, Kurt Masur, Marc Minkowski, Reinhard Schwarz, Ralf Weikert, Dietfried Bernet, Brigitte Fassbaender, Harry Kupfer, David Pountney, Oliver Tambosi und Jochen Ulrich ist Martin Achrainer bei bedeutenden Festivals und in großen Konzertsälen zu Gast, u.a. bei den Bregenzer Festspielen, der Brooklyn Academy of Music New York, in der Bunkankaikan und Suntory Hall Tokyo, der Festival Hall Osaka, der Neuen Oper Wien, bei den Festspielen von Salzburg, im Stadt-Casino Basel sowie im KKL Luzern. 

Auf der Bühne ist er in den zentralen Partien seines Faches zu hören, so in Mozarts Opern (Don Giovanni, Leporello, Gullielmo, Graf Almaviva), in Puccinis "La Boheme" (Marcello), Rossinis "Il Barbiere di Siviglia" und "La Cenerentola" bis hin zu György Ligetis "Le Grand Macabre" (Nekrotzar). 
Er widmet sich mit großer Leidenschaft seiner umfangreichen Konzerttätigkeit. Dabei ist er in Werken der Neuen Musik von Ligeti, Henze, Kelterborn, Glass und Schwertsik oder jazzinspirierter Musik wie Bernstein und Weill ebenso zu Hause wie im klassischen Repertoire mit Bachs Passionen und den großen Werken der klassischen und romantischen Kirchenmusik. 

Martin Achrainer sang die Uraufführung der ihm gewidmeten Titelpartie in der Oper "Kepler" des oscarnominierten Komponisten Philip Glass. Komponisten wie Rudolf Kelterborn, Kurt Schwertsik, Alexander Balansecu, Paul Engel, Ernst Ludwig Leitner und Ingo Ingensand schrieben Werke für den Sänger. 
Zahlreiche internationale CD- und DVD-Veröffentlichungen, sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren die Vielseitigkeit seiner musikalischen Arbeit. 

Martin Achrainer trat mit dem Wiener Jeunesse Orchester unter Herbert Böck zum ersten Mal im Oktober 2009 im Linzer Brucknerhaus auf (Frank Martin: "Jedemann"-Monologe).

Foto © Reinhard Wikler www.martinachrainer.com

Emmanuel Tjeknavorian

TjeknavorianEmmanuelcJuriTscharyiskiEmmanuel Tjeknavorian, Violine

1995 in Wien geboren, zog Emmanuel Tjeknavorian internationale Aufmerksamkeit auf sich, als er 2015 den zweiten Preis beim renommierten Jean-Sibelius-Violin-Wettbewerb gewann.
Darüber hinaus bekam er die besondere Auszeichnung der besten Interpretation des Sibelius-Violinkonzerts, welches er mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra aufführte.

Als erstem Österreicher in der 35-jährigen Geschichte des Fritz Kreisler Wettbewerbs gelang ihm im September 2014 der Einzug ins Finale, wo er mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde. Zwei Monate später wurde er mit dem Casinos Austria Rising Star Award ausgezeichnet. Sein Auftritt im Rahmen der "Wiener Festwochen"-Eröffnung auf dem Wiener Rathausplatz wurde europaweit live übertragen. 

Neben Auftritten im Wiener Musikverein und im Wiener Konzerthaus war er auch mit dem Radio-Symphonieorchester Wien, mit dem Orchestra della Toscana, mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra und bei seinem US-Debüt in der Boston Symphony Hall mit dem Boston Pops Orchestra zu hören. 

Emmanuel Tjeknavorian spielte sein erstes öffentliches Konzert im Alter von sieben Jahren und studiert seit 2011 bei Gerhard Schulz, ehemals Mitglied des weltberühmten Alban-Berg-Quartetts, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. 

Emmanuel Tjekanvorian spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari, Cremona, 1698, die ihm freundlicherweise von einem Gönner der "Beare's International Violin Society" aus London zur Verfügung gestellt wurde. 

Foto © Juri Tscharyiski

Teilnahmebedingungen

Teilnahmebedingungen WJO

Eingeladen sind in- und ausländische Student/innen an österreichischen Musikuniversitäten, Konservatorien und im Ausnahmefall Musikschulen sowie österreichische Student/innen an ausländischen Musikuniversitäten und Konservatorien.
Altersbeschränkung 16 bis 26 Jahre
! Das Bestehen des Probespiels verpflichtet zur Teilnahme an zumindest einer der symphonischen Arbeitsphasen 2020.

Teilnahmebedingungen EUYO

Eingeladen sind Student/innen an Musikuniversitäten und Konservatorien in ganz Österreich. Die Kandidat/innen müssen über ausreichend Können und Orchestererfahrung verfügen und Staatsbürger der Europäischen Union sein.
Altersbeschränkung NEU! 16 bis 26 Jahre (Stichtag 31.12.2020)
! Alle Kandidat/innen sind verpflichtet, die Vorrunde zu absolvieren. Ausgenommen sind Mitglieder und Kandidat/innen der Reserveliste des EUYO 2019 und 2020, die direkt zur Finalrunde zugelassen werden.

Christa Ratzenböck, Mezzosopran

Christa Ratzenbck bearbChrista Ratzenböck, Mezzosopran

Christa Ratzenböck wurde in Oberösterreich geboren und studierte am Mozarteum bei Ingrid Mayr und Hartmut Höll. Meisterkurse belegte sie bei Marjana Lipovsek, Margarita Lilova und Inge Borkh. Opernproduktionen führten sie an das Theater an der Wien, ans Züricher Opernhaus, an die Bayerische Staatsoper München, an die Bilbao Oper Arriaga, an die Landestheater Linz und Salzburg, ans Stadttheater Klagenfurt, nach Baden, Kaiserslautern, Basel und Bern. 

Zu ihren wichtigsten Opernpartien gehören Mozart-Partien wie Dorabella, Idamante und Cherubino sowie Partien des zeitgenössischen Repertoires von Henze und Britten. Große Erfolge feierte sie mit R. Strauss' Partie "Der Komponist". Einen weiteren Erfolg im Sopranfach feierte sie in der Partie der Ximene aus der Oper "Der Cid" am Staatstheater Saarbrücken. Ihre Konzerttätigkeiten führten sie in den Musikverein Wien, ins Konzerthaus Wien, Brucknerhaus Linz, Festspielhaus Salzburg, nach Budapest, Zagreb und Berlin sowie zum Carinthischen Sommer. Sie arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Julia Jones, Christian Arming, Hans Wallat, Peter Schneider, Dennis Russell Davies, Ralf Weikert, Adam Fischer und Bertrand de Billy zusammen. Seit 2012 unterrichtet sie zudem Sologesang an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz. 

Im Jahr 2016 singt sie am Landestheater Linz in "Hänsel und Gretel" und "McTeague - Gier nach Gold". Weiters steht am Theater an der Rott eine Produktion des "Weißen Rössl" und bei den Operettenfestspielen in Blindenmarkt ein "Boccaccio" auf dem Plan. Im Herbst wird sie in der österreichischen Erstaufführung von Ella Milch-Sheriff's Oper "Baruchs Schweigen" im Semperdepot in Wien mitwirken. 

Christa Ratzenböck arbeitete bereits im Jahr 2010 mit dem Wiener Jeunesse Orchester unter der Leitung von Herbert Böck bei Mahlers 2. Symphonie ("Auferstehung") mit Konzerten im Festspielhaus Salzburg und im Wiener Konzerthaus.

www.christa-ratzenboeck.com

Harriet Krijgh, Violoncello

Harriet Krijgh, Violoncello

Die 23-jährige Niederländerin Harriet Krijgh ist eine der aufregendsten und vielversprechendsten jungen Cellistinnen der Gegenwart. Ihr kantables und ausdrucksstarkes Spiel berührt und begeistert Publikum wie Presse gleichermaßen. Von der European Concert Hall Organisation (ECHO) wurde sie als „Rising Star“ für die Saison 2015/16 ausgewählt. Ihre Nominierung erfolgte durch den Musikverein und das Konzerthaus Wien.

Konzerte führten die junge Künstlerin in so renommierte Säle wie den Musikverein Wien, das Concertgebouw Amsterdam, die Philharmonie Essen und das Konzerthaus Dortmund. Sie war unter anderem zu Gast bei den Schwetzinger Festspielen, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und bei den Haydn Festspielen Eisenstadt, und debütierte erfolgreich mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem NDR Sinfonieorchester Hamburg.

In der Spielzeit 2014/15 gibt Harriet ihre Debüts im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins mit dem Radio-Symphonieorchester Wien und im Großen Saal des Wiener Konzerthauses mit dem Wiener Jeunesse Orchester. Weiters spielt sie Konzerte mit den Bamberger Sinfonikern, dem Sinfonieorchester Aachen, dem Het Gelders Orkest und der Kammerakademie Potsdam, und folgt Einladungen zum Rheingau Musik Festival, zum Moritzburg Festival und zum Mozartfest Würzburg.

Zahlreiche Konzertreisen führen sie zu wichtigen Konzertdestinationen Europas, wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Concertgebouw de Doelen Rotterdam, dem Carinthischen Sommer, der Tonhalle Zürich, dem MDR Musiksommer und den Radebergkonzerten Köln. Im Herbst 2015 geht sie mit der Academy of St. Martin in the Fields unter Sir Neville Marriner auf Tournee.

Die Cellistin ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. So gewann sie zwischen 2008 und 2010 1. Preise beim „Prinses Christina Concours“ in den Niederlanden, beim Österreichischen Bundeswettbewerb „Prima la Musica“, beim Fidelio-Wettbewerb in Wien, sowie den „Nicole Janigro Preis“ beim internationalen „Antonio Janigro Cello Competition“ in Kroatien. Ein großer Erfolg war der 1. Preis und der Publikumspreis bei der Cello Biennale Amsterdam im November 2012. 2013 wurde sie mit dem WEMAG Solistenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

Seit 2011 ist Harriet Krijgh Exklusivkünstlerin des Labels CAPRICCIO. Auf CD erschienen bisher die Cellokonzerte von Joseph Haydn, französische Werke für Cello und Klavier sowie die Sonaten von Johannes Brahms. Alle Aufnahmen erhielten ausgezeichnete Kritiken. Eine CD mit romantischen Werken für Cello und Orchester, eingespielt mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Gustavo Gimeno wird im Herbst 2014 veröffentlicht.

Auf Burg Feistritz in Österreich hat die Cellistin ein eigenes Festival „Harriet & Friends“ initiiert, bei dem sie alljährlich im Juni mit befreundeten Musikern aus aller Welt Kammermusik spielt.

Harriet Krijgh erhielt im Alter von fünf Jahren ihren ersten Cellounterricht. Im Jahr 2000 wurde sie in die Klasse junger Talente an der Hochschule für Musik Utrecht aufgenommen, wo sie von Lenian Benjamins unterrichtet wurde. 2004 verließ sie die Niederlande und zog nach Wien, um bei Lilia Schulz-Bayrova und Jontscho Bayrov an der Konservatorium Wien Privatuniversität Cello zu studieren. Seit September 2013 arbeitet sie zudem mit Frans Helmerson an der renommierten Kronberg Academy, dieses Studium wird durch das Casals-Stipendium ermöglicht.

Die Künstlerin spielt auf einem Violoncello von Giovanni Paolo Maggini aus dem Jahre 1620, das ihr von einem privaten Sammler zur Verfügung gestellt wird.

Aaron Pilsan

Aaron Pilsan, Klavier

Der junge Pianist ist eine außergewöhnliche musikalische Begabung. Geboren in Dornbirn in Österreich, begann Aaron Pilsan im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Von 2007 bis 2012 war er Schüler von Karl-Heinz Kämmerling — erst an der Universität Mozarteum Salzburg, dann am Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Zurzeit studiert er bei Lars Vogt in Hannover. Meisterkurse bei András Schiff und Alfred Brendel ergänzten seine Ausbildung. 

Aaron Pilsan trat im Rahmen der Lunchkonzert-Reihe der Berliner Philharmoniker auf, gastierte beim Menuhin Festival Gstaad, bei der Schubertiade, den Schwetzinger SWR Festspielen, den Bregenzer Festspielen, dem Klavier-Festival Ruhr, dem Mozartfest Würzburg, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Kissinger Sommer und bei Lars Vogts Heimbacher Kammermusikfestival "Spannungen".

Das renommierte Fachmagazin "Fono Forum" kürte ihn 2011 zum besten Nachwuchskünstler des Jahres. 
Seit 2014 ist Aaron Pilsan bei dem französischen CD-Label Naïve unter Vertrag. Seine erste Aufnahme mit Beethovens Eroica-Variationen und Schuberts Wandererfantasie erschien im September 2014 und erhielt von der Presse begeisterte Rezensionen.

Für die Saison 2014/2015 wurde Aaron Pilsan von der European Concert Hall Organsiation (ECHO) zum Rising Star gewählt, verbunden mit Konzerten in den wichtigsten Konzertsälen Europas. 2015 wurde er in das Förderprogramm der Orpheum Stiftung aufgenommen. Damit verbunden war ein Auftritt gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter der Leitung von Sir Neville Marriner. Zudem ist er aktuell Stipendiat der Mozart Gesellschaft in Dortmund. 

Zu den Höhepunkten der vergangenen und zukünftigen Spielzeiten gehören unter anderem Konzerte im Concertgebouw Amsterdam, im Palais des Beaux Arts Brussels, im Wiener Konzerthaus, im Musée du Louvre in Paris, in New York und Tokyo, beim Pianofortissimo Festival in Bologna, dem Moselfestival in Trier, Orchesterkonzerte beim Enescu Festival in Bukarest unter der Leitung von Dennis Russel Davies und im Wiener Musikverein mit dem Wiener Jeunesse Orchester unter der Leitung von Herbert Böck. 

Foto © Frank Juery

Jakob Gruchmann, Komponist

Copyright Silke Stein bearbJakob Gruchmann, Komponist

Jakob Gruchmann wurde 1991 in Salzburg geboren und begann bereits in seiner frühen Kindheit zu musizieren. Nach der Matura folgte ein Studium der Komposition und Musiktheorie in Salzburg und Graz. Prägende Lehrer waren Ernst Ludwig Leitner, Alexander Müllenbach und Gerd Kühr. Seit 2014 leitet Gruchmann eine Kompositionsklasse am Konservatorium Klagenfurt. 

Die erste Uraufführung einer Eigenkomposition fand 2002 statt. Es folgten regelmäßige Aufführungen von Werken im In- und Ausland, unter anderem im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, in Beirut, Brüssel, Cavite, Costa Rica, London, München, USA, Surakarta und Tarragona.

Zahlreiche Auszeichnungen und Preise bei diversen Kompositionswettbewerben (u.a. 1. Preis bei "Jugend komponiert" im Konzerthaus Wien 2007, Kompositionspreis des Concorso Corale Internazionale "Musica Sacra a Roma" 2013) sowie einige Musikstipendien (u.a. Jahresstipendium des Landes Salzburg 2012). Auftragswerke komponierte er unter anderem für die Aspekte Salzburg, die Bayerische Landesausstellung, den Chorverband Österreich, die Internationale Stiftung Mozarteum, die Salzburger Kulturvereinigung, das Theater Krefeld Mönchengladbach und den west-östlichen Divan. 

Bekannte Interpreten seiner Werke sind u.a. die Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg, das Ensemble "die reihe", das Ensemble Pro Brass, das oenm - österreichisches ensemble für neue musik, die Sinfonietta da Camera Salzburg, sowie die Vienna Brass Connection. Dirigenten wie Oswald Sallaberger brachten seine Werke zur Aufführung. Gruchmann schrieb Konzerte für prominente Solisten wie Bostjan Lipovsek, Frank Stadler, Hannes Hölzl, Irmgard Messin, Matthias Schorn, Peter Rohrsdorfer, Rafael Fingerlos, Seda Röder, Tomoko Kiba und Willi Schwaiger. 

Zündende Inspirationen kommen für Gruchmann meistens in Situationen und Momenten, wo sie am wenigsten zu erwarten sind. In seinen Kompositionen arbeitet er oft mit Strukturen der Natur. Da sich Gruchmann zum adventistischen Glauben bekennt, liegt ein Schwerpunkt seines Schaffens auf geistlicher Musik. 

Foto © Silke Stein www.jakobgruchmann.com

Heidrun Wirth-Metzler, Fagott

HWirthMetzlerHeidrun Wirth-Metzler, Fagott

Heidrun Wirth-Metzler wurde 1985 in Vorarlberg/Österreich geboren. Ihren ersten Fagottunterricht erhielt sie mit elf Jahren an der Musikschule Bregenzerwald. 1999 wechselte sie an das Landeskonservatorium Vorarlberg zu Prof. Allen Smith. Von 2004 bis 2011 studierte sie bei Prof. Richard Galler an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie absolvierte ihre Abschlussprüfung mit Auszeichnung und erhielt 2011 den Würdigungspreis der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Von Dezember 2007 bis April 2009 war sie als Akademistin und von April bis Dezember 2009 als temporäres Mitglied bei den Münchner Philharmonikern tätig. Seit 2010 ist sie Solofagottistin des Berner Symphonieorchesters.

Heidrun Wirth-Metzler absolvierte Meisterkurse bei Klaus Thunemann, Dag Jensen, Lyndon Watts, Milan Turkovic und Sergio Azzolini. Sie ist mehrmalige 1. Landes- und Bundespreisträgerin des Wettbewerbs Prima La Musica. Im Herbst 2003 wurde sie beim europäischen Wettbewerb EMCY mit dem 1. Preis ausgezeichnet und erhielt 2004 mit dem Fagotttrio TriOmph den Gradus ad Parnassum Preis. Im April 2013 wurde ihr beim Internationalen Wettbewerb in Muri ein Sonderpreis verliehen.

Ihre Erfahrungen im Orchester sammelte sie unter anderem als Substitutin bei den Wiener Symphonikern, dem RSO Wien, der Camerata Salzburg, dem Tonhalleorchester Zürich, dem Münchner Kammerorchester und der Wiener Kammerphilharmonie. Tourneen führten Heidrun Wirth-Metzler unter anderem durch Europa, USA, Mexiko, Russland, China und Japan.

Sie war Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now und der Stiftung Dr. Robert und Lina Thyll-Dürr. 2006 erhielt sie das Begabtenstipendium der Musikuniversität Wien.

Heidrun Wirth-Metzler gehörte 2003 dem WJO als Mitglied an, mit dem Fagotttrio TriOmph spielte sie zudem 2006 mit dem WJO eine Uraufführung von Peter Engl.

Foto © Klaus Peter Jielg

Kian Soltani

Juventino Mateo bearbKian Soltani, Violoncello

Spätestens seit seinem 1. Preis bei der "Internationalen Paulo Cello Competition 2013" in Helsinki hat sich Kian Soltani auf der höchsten Ebene der neuen Cellistengeneration etabliert. Weitere Erste Preise erhielt er bei der "Karl Davidoff International Cello Competition" in Lettland sowie bei der "International Cello Competition Antonio Janigro" in Kroatien. Kian Soltani ist Stipendiat der renommierten "Anne-Sophie Mutter Stiftung".

1992 im österreichischen Bregenz in eine persische Musikerfamilie geboren, wurde Kian Soltani im Alter von 12 Jahren in die Klasse von Prof. Ivan Monighetti aufgenommen, bei dem er elf Jahre an der Musikakademie Basel studierte. Seit Oktober 2014 studiert er als junger Solist an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Wichtige Impulse gaben zusätzliche Studien an der Internationalen Musikakademie des Fürstentums Liechtenstein sowie Künstlerpersönlichkeiten wie unter anderem Sol Gabetta, Wolfgang Boettcher und Valter Despalj. Darüber hinaus ist Kian Soltani regelmäßig als Solo-Cellist des "West-Eastern Divan Orchstra" auf Tournee.

Mit 19 Jahren gab er sein Debüt als Solist im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Weitere Auftritte als Solist und Kammermusiker führten ihn in große Konzertsäle und zu internationalen Festivals in Europa, Asien und Amerika, darunter in den Wiener Musikverein, zur Schubertiade in Hohenems, zum Cello Festival in Kronberg, zum Schleswig-Holstein Musikfestival, zum "I Palpiti"-Festival Los Angeles, zum Eilat Chamber Music Festival Israel und vielen weiteren.
Zu den Orchestern, mit denen er zusammengearbeitet hat, gehören beispielsweise die Basel Sinfonietta, das Latvian National Symphony Orchestra, das Sinfonieorchester Liechtenstein, das Helsinki Philharmonic Orchestra und das Zagreb Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie David Geringas, Zlatan Srzic, Sebastian Tewinkel, Ivan Monighetti, Florian Krumpäcö, John Storgårds und anderen.

Eine erste CD-Produktion fand gemeinsam mit Ivan Monighetti in Irland statt, wo für das Label LCMS Weltersteinspielungen, unter anderem von Sofia Gubaidulina und Franghiz Ali-Zadeh, aufgenommen wurden. Die CD "Metamorphoses" erschien im Oktober 2012. Seit Juli 2017 ist er bei Deutsche Grammophon unter Vertrag. 

Zu den Höhepunkten der vergangenen und zukünftigen Spielzeiten gehören unter anderem Konzerte mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Sir Neville Marriner, eine Sommertournee als Solist mit dem "West-Eastern Divan Orchestra" und dem Beethoven Tripel-Konzert gemeinsam mit Daniel Barenboim als Pianist und Dirigent, sein eigenes Kammermusikwochenende "Kian Soltani und seine Gäste" bei der Schubertiade in Hohenems, die Erstaufführung des ihm gewidmeten Cellokonzerts von Reza Vali, mehere Tourneen mit Anne-Sophie Mutter und "Mutters Virtuosi", sowie Auftritte beim Festival d'Aix-en-Provence, beim Bergen International Festival, beim Lugano Festival, beim Mozartfest Würzburg, im Auditorium du Louvre und im Herkulessaal München.

Foto © Juventino Mateo

Helmut Wiener, Klarinette

HWienerHelmut Wiener, Klarinette

Helmut Wiener wurde 1972 in Anger in der Steiermark geboren. Den ersten Klarinettenunterricht erhielt er im Alter von 8 Jahren von seinem Bruder. 1987 begann er an der Musikhochschule in Graz bei Alfred Rosé zu studieren. 1995 bestand er das Konzertfach-Diplom mit Auszeichung und erhielt den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. In den darauffolgenden Jahren studierte er bei Peter Schmidl und Johann Hindler an der Musikhochschule Wien.

Von 2000 bis 2004 war Helmut Wiener beim RSO Wien engagiert und seit 2004 ist er Soloklarinettist der Tonkünstler NÖ. Weitere Orchestererfahrungen erhielt er als Substitut im Staatsopernorchester Wien, bei den Wiener Philharmonikern, in der Volksoper Wien, bei der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und im Wiener Kammerorchester. Solistisch war er bisher mit dem Franz-Schubert-Quintett Wien, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und  dem Orchester Recreation Graz tätig. Außerdem spielte er in verschiedenen Besetzungen Kammermusik, insbesondere mit Ernst Kovacic.

Von 2003 bis 2009 war er Assistent von Peter Schmidl an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien.

Helmut Wiener gehört seit 2011 der Probespieljury des WJO an. 

Foto © Nancy Horowitz

Daniel Meyer, Dirigent

DMeyerDaniel Meyer, Dirigent

Mit seinen innovativen Programmen, seiner fesselnden Präsenz und seinem scharfen musikalischen Intellekt hat der Dirigent Daniel Meyer – Music Director des Asheville Symphony und des Erie Philharmonic – beide Klangkörper in der amerikanischen Orchesterlandschaft neu positioniert.

Zum Saisonstart 2014/15 leitet Daniel Meyer erstmals die Sommerarbeitsphase des Wiener Jeunesse Orchesters mit Werken von Richard Strauss und Béla Bartók und Konzerten in Wien und Bratislava. In Asheville kuratiert er das Amadeus Festival, eine Woche mit Mozart Events und Konzerten mit dem Pianisten Emmanuel Ax. In Asheville und Erie setzt er außerdem seine erfolgreiche Programmierung von Werken amerikanischer Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts fort, darunter John Adams, Anne Clyne, Jennifer Higdon und Duke Ellington, die er klassischen Meisterwerken von Beethoven, Bartók, Dvorák und Ravel zur Seite stellt.

Gastdirigate führten ihn in der Saison 2013/2014 zum Rochester Philharmonic, zum Hilton Head Symphony und nach Europa zur Neuen Philharmonie Westfalen. Darüber hinaus dirigierte er an der Asheville Lyric Opera Vorstellungen von Puccinis Suor Angelica, Leoncavallos I Pagliacci  und Mozarts Zauberflöte. Weitere Höhepunkte der vergangenen Spielzeiten waren sein von der Kritik umjubeltes Europadebüt im Jahr 2011 beim Staatsorchester Stuttgart mit dem Solisten Thomas Zehetmair sowie Gastengagements bei den Orchestern in Pittsburgh, Columbus, Phoenix, Alabama, Knoxville, Utah, Fort Worth, San Antonio, Syracuse, Tallahassee, Youngstown, Lexington, Portland und Santa Barbara. Sommerkonzerte führten ihn mit dem Cleveland Orchestra zum Blossom Music Festival sowie zu Gastauftritten beim Aspen Music Festival und beim Grand Teton Music Festival.

2003 wurde Daniel Meyer auf Einladung von Mariss Jansons Resident Conductor des Pittsburgh Symphony Orchestra und Music Director des Pittsburgh Symphony Youth Orchestra, eine Position, die er bis 2009 innehatte. Diese Zeit war von der engen Zusammenarbeit mit den Dirigenten Manfred Honeck, Mariss Jansons, Sir Andrew Davis und Charles Dutoit geprägt. Er dirigierte das Orchester auf Tourneen und arbeitete mit renommierten Solisten wie Pinchas Zukerman, Sarah Chang und Marvin Hamlisch zusammen. 2007 dirigierte er die Welturaufführung von Richard Danielpours Pastime, einem Auftrags-werk des Pittsburgh Symphony Orchestra, Atlanta Symphony Orchestra und des Brooklyn Philharmonic.

Unter seiner Leitung als Musikdirektor unternahm das Pittsburgh Symphony Youth Orchestra erstmals eine Konzertreise nach China sowie eine Europa-Tournee, die nach Budapest, Prag, Leipzig und Wien führte. Weitere Höhepunkte waren die Welturaufführungen von David Stocks Klarinettenkonzert mit dem Solisten Richard Stoltzman und John Harbisons Four Symphonic Memories of Mary Lou Williams.

2002 verlieh ihm David Zinman den renommierten Aspen Conducting Prize und lud ihn ein, ein Abonnement-Konzert im Rahmen des Aspen Music Festivals zu dirigieren.

Daniel Meyer wurde in Cleveland geboren und begann seine Studien an der Denison University und am College-Conservatory of Music der University of Cincinnati. Er komponierte eine Reihe von Werken, die er als Dirigent mit den Ensembles der beiden Schulen zur Aufführung brachte, darunter ein Stabat Mater für Sopran, Chor und Orchester. Er setzte seine Studien im Fach Orchesterdirigieren an der Boston University fort, wo er mit dem Orchestral Conducting Honors Award ausgezeichnet wurde. Als Rotary Ambassadorial Scholar studierte er auch an derUniversität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Foto © Kristi Hedberg

Nareh Arghamanyan, Klavier

NarehArghamanyanbyJuliaWeselyNareh Arghamanyan, Klavier

“Nareh Arghamanyan war ein wahrer Wirbelwind an Kraft und Temperament, wundervoll entfaltete sie die Poesie des zweiten Satzes [Tschaikowsky Nr. 1]“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Nareh Arghamanyan gehört mit ihren 24 Jahren nicht nur technisch zu den Besten der neuen Pianistengeneration, mit ihrer reichen Klangfarbenfantasie und ihrer großen Erzählkraft besitzt ihr Spiel etwas ganz Eigenes und Kostbares.

In den beiden letzten Spielzeiten debütierte sie erfolgreich mit so renommierten Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich (Konzert der Orpheum Stiftung, Zürich), dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg und dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo. Ihre Auftritte führten sie unter anderem in die Philharmonie Berlin, die Laeiszhalle Hamburg, das Konzerthaus Wien, den Musikverein Wien und die Tonhalle Zürich.

Zu den Höhepunkten der Saison 2013/2014 gehören ihre Debüts in München und beim Piano Festival in Lucerne. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin wird sie erstmals im Großen Saal der Philharmonie Berlin zu hören sein. Weitere Konzerte führen sie zu den Philharmonikern in Essen und Stuttgart und zum Wiener Jeunesse Orchester. Sie spielt mit der Kymi Sinfonietta in Kotka und Helsinki und debütiert in Irland mit dem RTÈ National Symphony Orchestra Dublin.

Nareh Arghamanyan ist regelmäßig zu Gast bei den großen internationalen Musikfestivals, beispielhaft zu nennen wären hier das Marlboro Festival, das Schleswig-Holstein Musik Festival, Tanglewood, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Zu den Dirigenten, mit denen sie arbeitet, gehören Alain Altinoglu, Michael Sanderling, Christian Arming, Howard Griffiths, Sir Neville Marriner, James Gaffigan, John Axelrod, Carl St Clair, Kazuki Yamada, Xian Zhang, Jean-Marie Zeitouni.

Jenseits des Atlantiks führten sie Soloauftritte u.a. ins New Yorker Lincoln Centre, nach Boston, Miami, San Francisco und Philadelphia. Auf ihre zurückliegenden Debüts mit den Sinfonieorchestern von Vancouver und Utah sowie dem Orchestre Métropolitain du Grand Montréal folgen nun Konzerte mit dem Orchestre Symphonique de Québec und dem Edmonton Symphony Orchestra.

2011 unterzeichnete Nareh Arghamanyan einen Exklusivvertrag bei dem niederländischen Plattenlabel Pentatone. Im April 2012 wurde die erste CD aus dieser Zusammenarbeit mit Solowerken von Rachmaninow veröffentlicht. Es folgte eine Aufnahme mit Liszt-Konzerten mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Alain Altinoglu. Beide Einspielungen wurden von der Presse begeistert besprochen. Nun ist eine weitere CD mit Werken von Prokofiev und Chatschaturjan in Planung. Die Aufnahmen mit dem RSB und Alain Altinoglu finden im Oktober 2013 statt, die Veröffentlichung ist für das Frühjahr 2014 vorgesehen.

2008 gewann sie den Montréal International Music Competition. Zuvor erhielt sie u.a. den 1. Preis beim Piano Campus International Competition in Pontoise und das Wörthersee-Musikstipendium der Kärntner Sparkasse. 2006 wurde sie mit einem Stipendium der Herbert-von-Karajan-Stiftung ausgezeichnet und ein Jahr zuvor gewann sie den Josef-Dichler-Klavierwettbewerb in Wien.
1989 in Armenien geboren, hat Nareh Arghamanyan mit fünf Jahren angefangen, Klavier zu spielen. Drei Jahre später wurde sie am Tschaikowsky-Konservatorium in Eriwan aufgenommen. 2004 zog sie nach Wien, um an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in der Klavierklasse von Heinz Medjimorec zu studieren. Derzeit setzt sie ihre Studien bei Avedis Kouyoumdjan in Wien und Arie Vardi in Hannover fort.

Foto © Julia Wesely

John Axelrod, Dirigent

Axelrod (c) Stefano BottesiJohn Axelrod, Dirigent

John Axelrod hat sich mit einem außergewöhnlich vielfältigen Repertoire, der Gestaltung innovativer Programme und seinem charismatischen Aufführungsstil als einer der führenden Dirigenten unserer Zeit einen Namen gemacht.

John Axelrod ist Musikalischer Leiter des Orchestre National des Pays de la Loire (ONPL) und seit der Saison 2011/2012 Erster Dirigenter des Orchestra Sinfonica di Milano „Giuseppe Verdi“.

John Axelrod hat über 130 Orchester geleitet, darunter waren Orchester wie das das Gewandhausorchester Leipzig, das Orchestre de Paris, das Royal Philharmonic Orchestra London, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, das das ORF Radio-Symphonieorchester Wien oder die Sinfonia Varsovia. Auch bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Lucerne Festival, Salzburger und Bregenzer Festspielen war John Axelrod schon zu Gast. Als Gastdirigent in den USA und in Asien hatte er Engagements beim Los Angeles Philharmonic Orchestra (in der Hollywood Bowl), NHK Symphony Orchestra Tokyo und Shanghai Symphony Orchestra.

Zu den Orchestern, mit denen John Axelrod in dieser Saison auftreten wird, gehören unter anderen das NDR Sinfonieorchester in Hamburg, Chicago Symphony, das Berliner Radio Symphonieorchester; mit der Camerata Salzburg wird er auf Tour gehen.
Zu den Solisten, mit denen John Axelrod häufig zusammen arbeitet, zählen unter anderem Martin Grubinger, Patricia Kopatchinskaya, Lisa Batiashvili, Lilya Zilberstein, Fazil Say, aber auch Sänger wie Thomas Hampson, Elina Garança, und Ramon Vargas.

John Axelrod dirigierte die Premiere von Bernsteins Candide unter der Regie von Robert Carsen im Pariser Théâtre du Châtelet 2006 und im Teatro alla Scala in Mailand 2007. In seiner letzten Spielzeit am Luzerner Theater dirigierte John Axelrod unter anderem die Neuproduktionen Der Kaiser von Atlantis, Rigoletto, Rake's Progress, Don Giovanni, Die Dreigroschenoper und Idomeneo.

Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit legt John Axelrod auf die Förderung des zeitgenössischen Repertoires.
Einspielungen mit John Axelrod umfassen unter anderem Goreckis 3. Sinfonie für Sony Classical, Berlioz’s Herminie, Les Nuits d’été und Ravel’ Shéhérazade für Ondine; die CD “French Impressions” für Warner Classics mit der gefeierten Geigerin Rachel Kolly d’Alba (die Aufnahme gewann auch den International Classical Music Award 2012);

John Axelrod schloss 1988 sein Studium an der Harvard Universität ab. Ausgebildet durch und in der Tradition von Bernstein, studierte er 1996 am Konservatorium von St. Petersburg bei Ilya Musin und absolvierte das Dirigentenprogramm der American Symphony Orchestra League.

Foto © Stefano Bottesi

Wolfgang Sauseng, Komponist

WSausengWolfgang Sauseng, Komponist

Geboren 1956 in Graz. Studium an der Wiener Musikhochschule: Kirchenmusik (Komposition bei A. Heiller, Orgel bei A. Mitterhofer), Tonsatz und Orchesterdirigieren. 

Von 1977 bis 2008 Organist an der Michaelerkirche, Wien. Gründer und Leiter der „Capella Archangeli", Vokal- und Instrumentalensemble der Michaelerkirche. 1979 bis 1998 musikalische Leitung der Fernsehproduktionen aus der Michaelerkirche ("Aschermittwoch der Künstler").

Seit 1982 Lehrtätigkeit an der Universität für Musik in Wien. 1989 Berufung als Ordinarius an die Hochschule Mozarteum in Salzburg. 1996 Berufung als Ordinarius an die Universität für Musik Wien. Leitung der Klasse für „Kirchliche Komposition und Tonsatz" am Institut für Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik. Stellvertretender Institutsvorstand.

1975 Kulturpreis der Stadt Graz
1995 Preis des Erwin Ortner-Fonds
1997 Preis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Kunst für die Sparte Chormusik.

Orgelkonzerte und Auftritte mit der "Capella Archangeli" in ganz Europa. Rundfunk- und CD Aufnahmen.
2006 Dirigat in der Symphony Hall Osaka, Japan.
Musikalische Leitung bei „Wilder Sommer" (Regie Einar Schleef) am Wiener Burgtheater.

Kompositionsaufträge des ORF, des Singverein Wien, des Wiener Jeunesse Orchesters, des Chorus sine Nomine, des Ensembles Amarcord Wien, der Jeunesses Musicales, des Carinthischen Sommers, der Internationalen Kirchenmusiktage, der Haller Bach-Tage, des Festival Musica Sacra Paderborn, des Festival Organistico Internazionale Città di Treviso, des Festival dell'Aurora Crotone u.a.

Ein Großteil der Werke sind verlegt bei UNIVERSAL ORGEL EDITION, Verlag DOBLINGER und Musikverlag ALEXANDER MAYER.

2002 Uraufführung des bühnendramatischen Werkes „Das Staunen des Ezechiel"
2003 Uraufführung der „PASSIO IESU secundum Ioannem"
2009 Uraufführung des „Totentanz" beim Festival Osterklang Wien
2013 Uraufführung „Rose aus Asche", Vier Lieder für Bariton und großes Orchester

Dominik Köninger, Bariton

DKoeningerDominik Köninger, Bariton 

Der deutsche Bariton Dominik Köninger studierte in Karlsruhe und wurde 2006/07 Ensemblemitglied am Tiroler Landestheater Innsbruck. Danach wurde er für zwei Jahre Mitglied des Internationalen Opernstudios an der Staatsoper in Hamburg. Zahlreiche Gastverträge führten ihn an die Hamburgische Staatsoper, das Theater an der Wien, die Staatsoper Stuttgart, die Volksoper Wien, die Bayerische Staatsoper und das New National Theatre Tokyo, wo er Partien wie Pagageno, Guglielmo, Conte Almaviva (Le Nozze di Figaro), Dandini (Rossini/La Cenerentola), Dr. Falke (Die Fledermaus), Orfeo (Monteverdi/Orfeo) und Mercurio (Poppea) sang.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Yves Abel, Herbert Blomstedt, Bertrand De Billy, Alessandro de Marchi, Wolfgang Gönnewein, Christopher Hogwood, Manfred Honeck, Kent Nagano, Henrik Nanasi, Helmut Rilling, Stefan Soltesz und Simone Young, sowie mit Regisseuren wie Peer Boysen, Robert Carsen, Brigitte Fassbaender, Philip Stölzl und Tobias Kratzer.

Schon früh machte er sich auch als Konzertsänger einen Namen. Sein breites Repertoire, das vom Barock bis zu zeitgenössischen Kompositionen reicht, führte ihn an renommierte Orte wie das Festspielhaus Baden-Baden, die Stuttgarter Liederhalle, die Philharmonie Berlin, die Laeiszhalle Hamburg, das Rudolfinum Prag, das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF), die Oper von Vilnius, die Deutsche Oper Berlin und nach Israel. Neben zahlreichen Liederabenden war er u.a. in Konzerten mit Schumanns "Das Paradies und die Peri" in Frankfurt/Main, in Mozarts "Krönungsmesse" mit der Bachakademie Stuttgart, im Schleswig-Holstein Musikfestival mit Orffs Carmina Burana und in der Partie des Jesus („Johannes-Passion") beim Schleswig Holstein Musikfestival und in Schweden zu hören. Dominik Köninger wirkte bisher an folgenden CD-Aufnahmen mit: Schubert-Messe in As-Dur und Magnificat D486 (Immortal Bach Ensemble, Leipziger Kammerorchester, Morten Schuldt-Jensen, Naxos 2009); Dialogues des Carmelites, Theater an der Wien, ORF-Radiosinfonie-Orchester, Bertrand de Billy (Oehms); C.Orff, Carmina Burana, Schleswig-Holstein Festival Chor, Martin Grubinger, Klavierduo Önder (2011, Sony).

Seit der Spielzeit 2012/13 ist Dominik Köninger Mitglied des Ensembles der Komischen Oper Berlin. Auf dem Konzertsektor ist er mit Eric Schneider beim Beethovenfestival Bonn, mit Bach-Kantaten mit dem WDR-Rundfunkchor unter Stefan Parkman, mit dem NDR Hannover unter Bernard Labadie und in den Carmina Burana unter Rafael Frühbeck de Burgos mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo zu hören.

Neben seinem Ersten Preis beim Wigmore Hall Liedwettbewerb 2011 gewann er auch das Wigmore Hall/ INDEPENDENT OPERA Postgraduate Voice Fellowship 2011–2013.

Rose aus Asche

Rose aus Asche

Wer die Schönheit angeschaut mit Augen / Ist dem Tode schon anheim gegeben.

Was der florentinische Humanist Marsilio Ficino im 15. Jahrhundert in seinen Platon-Paraphrasen thematisiert, was der Philosoph Peter Sloterdijk in seinen „Sphären I“ weiterspinnt, dass nämlich „die erotische Angst auf ein Anderswo deutet, von dem das Subjekt ursprünglich herkommt und das ihn nach dem Wiedersehen mit dem Schönen in eine schmerzliche Heimwehspannung versetzt“ - all dies könnte als Leitmotiv für Textwahl, Inhalt und Aussage von ROSE AUS ASCHE gelten: Ins geheimnisvolle Dorthin, von wo er herkam, muss der schöne Leib zurückfallen – fallen so wie die Rose.

Rund um das zentrale Gedicht von Alberto Baeza Flores stehen mächtige Lyrik von Wolfgang Hermann, die von Begierde, stürmischer Eroberung bis hin zur Katastrophe erzählt, und die zärtlich – bittere Poesie von Giuseppe Ungaretti in Paul Celans wortgewaltiger Übersetzung, in der der unerfüllbare Traum des Orpheus, die entschwundene Gattin doch noch zurückzugewinnen, dunkel aufleuchtet.

In der Tradition der Orchesterlieder von G.Mahler und H.W.Henze stehend, will die Musik von ROSE AUS ASCHE Gedankengebäude über Schönheit, deren Herkunft und deren Vergänglichkeit in die Vielfalt von Melos, Rhythmus und Klang übersetzen.

Wolfgang Sauseng

Ursula Langmayr, Sopran

Langmayr Ursula Sopran Foto2 c Nancy HorowitzbarbeitetUrsula Langmayr, Sopran

Ursula Langmayr stammt aus Leonding bei Linz und studierte Sologesang bei Ingrid Janser-Mayr sowie Lied bei Wolfgang Holzmair an der Universität Mozarteum Salzburg.
Die engagierte Sängerin kann auf die rege Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten, Orchestern und Künstlern wie Dennis Russell Davies, Silvain Cambreling, Emilio Pomàrico, Jonathan Nott, Riccardo Chailly, Beat Furrer, Russell Ryan, Paul Gulda, Erwin Ortner, dem Klangforum Wien, dem Ensemble Recherche, den Wiener Philharmonikern, dem RSO Wien, dem Bayrischen Rundfunkorchester, dem Linzer Brucknerorchester und den Auckland Pipers verweisen. Sie tritt bei nationalen und internationalen Festivals in Erscheinung, darunter Wien Modern, die Wiener Festwochen, der steirische herbst, styriarte, Bregenzer Festspiele, Salzburger Festspiele, Carinthischer Sommer, Märzmusik Berlin, Warsaw Autumn und Wagner Festival Wels.

Große Erfolge feierte Ursula Langmayr unter anderem beim Carinthischen Sommer als Engel in der Uraufführung „Ich, Hiob“ von Thomas Daniel Schlee, ebenda als Maria in „Die Geburt des Täufers“ von Jyrki Linjama und bei der Uraufführung der Oper „Len Lye“ in Auckland/Neuseeland.
Sehr gelungen war auch ihr Einspringen bei „Christmas in Vienna 2013“ im Wiener Konzerthaus an der Seite von Angelika Kirchschlager und Luca Pisaroni. Zusätzliche Engagements führten Ursula Langmayr auch an die Opéra Garnier und das Centre Pompidou, zu den Salzburger Festspielen, den Bregenzer Festspielen, an die Grazer Oper und zu den IGNM Tagen in Berg, wo sie György Kurtags „Kafka Fragmente“ zur Aufführung brachte.

Auch bei österreichischen Festivals und in den heimischen Konzertsälen ist sie ein gern gesehener Gast. Konzerteinladungen, Liederabende und Tourneen führten sie in die USA, nach Japan, China, Neuseeland, Italien, Finnland, Sardinien, Slowenien, in die Schweiz, nach Deutschland, Polen, Bulgarien, Serbien und Bosnien.
Die CD „What can we poor females do?“, die Ursula Langmayr gemeinsam mit der Mezzosopranistin Christa Ratzenböck und dem Pianisten Russell Ryan aufgenommen hat, wurde mit dem Pasticcio-Preis von Ö1 ausgezeichnet.

Ursula Langmayr trat bereits drei Mal mit dem Wiener Jeunesse Orchester unter der Leitung von Herbert Böck auf. Im September 2010 wirkte sie in Mahlers 2. Symphonie („Auferstehung“) im Festspielhaus Salzburg und im Wiener Konzerthaus mit. Im August 2012 begleitete sie das WJO mit Richard Strauss' „Vier Letzte Lieder“ zu den Gustav Mahler-Wochen nach Toblach (Südtirol/Italien) und im August 2015 mit Alban Bergs "Sieben frühe Lieder für hohe Stimme und Orchester" auf einer Rumänien-Tournee nach Cluj, Sinaia und Bukarest. 

Foto © Nancy Horowitz www.ursula-langmayr.net

Lutz Köhler

Lutz Köhler, Dirigent

Lutz Köhler wurde 1999 zum Leiter des Symphonieorchesters und Professor für Dirigieren an die Universität der Künste Berlin berufen. Zuvor war er 25 Jahre lang als Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hannover tätig – viele Jahre auch als deren Vizepräsident. 25 Jahre wirkte er als einer der musikalischen Direk-to-ren des Jugendorchesters der Europäischen Union und bleibt dem Orchester als musikalischer Berater ehrenhalber weiter eng verbunden. Er ist Ehrenmitglied des Deutschen Musikrats, seit vielen Jahren sowohl im Beirat als auch als Juryvorsit-zen-der beim Musikwettbewerb der ARD in München und gefragtes Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben. Eine beträchtliche Zahl seiner ehemaligen Studieren-den bekleiden herausragende Positionen im Musikleben. Lutz Köhler ist ebenfalls Principal Conductor der Royal Scottish Academy of Music and Drama Glasgow, Chief Guest Conductor an der Royal Academy of Music London und Ehrenmitglied dieser renommierten Institution. Er hatte immer wieder Gastprofessuren an Musikhoch-schu-len im In- und Ausland inne. Sein umfangreiches Repertoire als Dirigent umfasst alle musikhistorischen Epochen vom Vorbarock bis zur Gegenwart. Zahlreiche Aufnah-men zeugen von seinen vielfältigen Aktivitäten. Gastdirigate führen ihn regelmäßig zu deutschen Orchestern, in die USA, nach Spanien, Großbritannien, Polen, Öster-reich, Skandinavien, die baltischen Staaten, Neuseeland, Australien, Korea, Südamerika usw. Wiederholt wurde er zu Festivals wie Luzern, Menuhin Festival Gstaad, Berlin, Dresden, Rheingau und Aldeburgh (England) eingeladen.

Peter Engel

Peter Engl, Komponist

Peter Engl ist gebürtiger Tiroler und begann im Alter von 8 Jahren mit dem Ziehharmonika-, später mit dem Klarinettenunterricht. 1990 wurde er in die Militärmusik Tirol aufgenommen, wo er erstmals Studienmöglichkeiten am Landeskonservatorium für Tirol nutzte. 1993 folgte ein Klarinettenstudium am Konservatorium Feldkirch (A) bei Prof. Georg Vinciguerra, 1998 ein Kompositionsstudium mit Schwerpunkt Filmmusik in Schaffhausen (CH) bei David Angel (USA), sowie 2000 ein Audiodesign-Nachdiploms-Studium an der Musikakademie St. Gallen (CH) bei Dr. Christoph Schnell. Er ist Preisträger von mehreren Kompositionswettbewerben, u.a. des Kompositionswettbewerbs NRW 2004. Derzeit ist er Musikschullehrer an der MS Sarganserland und Unterrheintal (CH) und studiert seit 2005 Komposition am Landeskonservatorium für Vorarlberg bei Herbert Willi. Aufführungen von Auftragskompositionen in Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Slowenien, Malta und USA.Der Komponist über sein Werk „Waterproof" (UA) Wasser in verschiedenen Formen - Regen, Pfützen, Flüsse, (verschmutzte) Ozeane, Eis, Schweiß - ist ständig in Kontakt mit Personen oder Objekten. Der Kontakt mit dem Element ist anfangs nur indirekt. Man spürt die Materie auf sich fallen, bekommt Pulse zu spüren, aber keine Feuchtigkeit. Durchdringendes Schlagen lässt die Welt aufschreien. Krankheit herrscht im Element, die ins Wahnwitzige führt. Das Element erstarrt, ist greifbarer, und doch lässt es einen nicht ruhen. Keine Kontrolle durch plötzliche Veränderungen, die keinen Halt geben. Ein Gleiten ohne Ende.Das Element dringt aus einem und gibt die Gewissheit des Lebens wieder. Tanz in mehreren Formen entsteht und vergeht. Alte Erinnerungen tauchen auf und geben den Puls der Vergangenheit wieder, die ständig allgegenwärtig ist.

Otmar Müller

Othmar Müller, Violoncello

wurde in Wien geboren und begann sein Cellostudium im Alter von fünf Jahren am Konservatorium Wien. Von 1977-84 studierte er bei Valentin Erben an der Wiener Musikuniversität. 1982-83 war er Mitglied des ORF-Symphonieorchesters (heute RSO Wien) und wirkte 1982-84 als Solocellist im Wiener Kammerorchester. Als Cellist des 1980 gegründeten Artis-Quartetts bestreitet er mit diesem seit 1988 einen Konzertzyklus im Brahmssaal des Wiener Musikvereins und tritt in den wichtigsten internationalen Musikzentren und bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, den Dresdner Musikfestwochen, dem Brucknerfest Linz, dem Carinthischen Sommer, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Hong Kong Arts-Festival auf. Othmar Müller war 1993-98 Gastprofessor für Kammermusik an der Kunstuniversität Graz (Institut Oberschützen) und wirkte als Dozent bei Kursen in den USA, in Hong Kong, Österreich und beim Casals-Festival Prades. In den letzten Jahren tritt er verstärkt solistisch und im Duo in Erscheinung (u.a. mit der posthumen Uraufführung von Gottfried von Einems „Musik für Cello solo").Eine CD mit Cellosonaten von Webern, Weigl und Johanna Müller-Hermann erscheint im Herbst 2001. Sein Violoncello von Andrea Amati, Cremona 1573, ist eine Leihgabe der Instrumentensammlung der Österreichischen Nationalbank.

Nadar Mashayeki

Nader Mashayeki, Komponist

wurde 1958 in Teheran geboren, studierte Klavier und Tonsatz am Konservatorium Teheran. Ab 1978 Studium an der Musikhochschule Wien: Tonsatz (Erich Urbanner), Dirigieren (Karl Österreicher), Komposition (Roman Haubenstock-Ramati) und Elektroakustik (Dieter Kaufmann. 1989 Gründung des Ensembles Wien 2001, Beschäftigung mit Computer und Videoinstallationen, 1993 bis 1997 Multi-Media-Opernprojekt Malakut (UA Herbst 1997 im Rahmen von Wien Modern). Artist in residence 1997/98 im Festspielhaus St. Pölten, Vorträge über Neue Musik, lebt seit 1978 als freier Komponist und Dirigent in Wien.

Weitere Informationen unter www.members.magnet.at/wien2001

Nicolae Moldoveanu

Nicolae Moldoveanu, Dirigent

Nicolae Moldoveanu, geboren in Rumänien, begann seine Musikausbildung mit Geige- und Klavierunterricht und studierte später Dirigieren in Deutschland, Großbritannien und in der Schweiz, wohin er 1986 emigrierte. An der Musikhochschule Zürich studierte er bei Wilfried Boettcher, Horst Stein, Ralf Weikert und Antal Dorati sowie in Meisterklassen bei Lothar Zagrosek und Sergiu Celibidache. In Großbritannien studierte er an der Royal Academy of London u.a. bei Colin Metters, George Hurst und Sir Colin Davis und absolvierte Meisterklassen bei Leonard Slatkin und Sir Roger Norrington. Zum Abschluss seines Diploms wurde er mit dem Edwin Samuel Dove Preis sowie mit dem Ricordi Conducting Preis ausgezeichnet. Moldoveanu hat mit mehreren Schweizer Orchestern gearbeitet, darunter mit dem Basler Symphonie Orchester, dem Züricher Kammerorchester und Züricher Tonhalle Orchester. In Deutschland war er beim Berliner Symphonie Orchester, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks sowie beim Kammerorchester der Staatskapelle Dresden eingeladen. 1994 dirigierte er auf Einladung von Hans-Werner Henze zeitgenössische Oper bei der Münchner Biennale. Ebenso arbeitete er mit führenden Orchestern in Großbritannien, darunter mit dem BBC Philharmonic, BBC Scottish, City of Birmingham Symphony Orchestra, Hallé Orchestra, Bournemouth Orchestra und dem Royal Philharmonic Orchestra. Er wurde 1998 zum Principal Conductor der English Sinfonia und 2002 zum Associate Guest Conductor der London Mozart Players ernannt.

Mihaela Ursuleasa

Mihaela Ursuleasa, Klavier

Die einzigartige Mischung aus temperamentvollem Spiel, höchster Anschlagkultur und lyrischer Begabung macht Mihaela Ursuleasa zu einer der bemerkenswertesten jungen Künstlerinnen am Klavier. Mihaela Ursuleasa wurde 1978 in Brasov/Rumänien geboren und begann in jungen Jahren eine Karriere als sogenanntes Wunderkind: Sie konzertierte im Alter von sieben Jahren mehrfach öffentlich, nahm als Achtjährige eine Schallplatte auf und gewann kurz darauf den 2. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb in Senigallia. 1990 dem weisen Rat Claudio Abbados folgend, zog sie sich nach fünf turbulenten Jahren von jeglichem Wunderkind-Dasein zurück und konzentrierte sich auf ihre schulische, musikalische und pianistische Ausbildung. Die Früchte dieser Entscheidung erntete Mihaela Ursuleasa 1995, als sie im Alter von nur 16 Jahren den Clara-Haskil-Wettbewerb gewann. Im Juni 1999 beendete sie ihre Ausbildung mit dem Diplom cum laude im Konzertfach bei Prof. Heinz Medjimorec in Wien. Seitdem erfolgt die Konzerttätigkeit Mihaela Ursuleasas ausgewählt und hochkarätig. In den ersten Jahren gastierte sie in diversen Nachwuchsreihen und auch als „Rising Star" mit Klavierabenden in einigen der bedeutendsten Musikmetropolen der Welt, z.B. Amsterdam Concertgebouw, Köln Philharmonie, Wien Konzerthaus, Tonhalle Zürich und Carnegie Hall New York. Inzwischen hat sich Mihaela Ursuleasa als Ausnahmetalent mit emotionaler Tiefgründigkeit in der Musikwelt etabliert. Sie gab umjubelte Konzerte auf einer Tournee mit der Academy of St. Martin in the Fields und Sir Neville Marriner und erst jüngst im März 2003 auf einer umfangreichen Deutschlandtournee mit den Göteborger Symphonikern unter Neeme Järvi. Höhepunkte der vergangenen Spielzeiten in Europa waren Einladungen zu den Bamberger Symphonikern, dem Polnischen Radiosinfonieorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski, der sie sogleich für April 2004 nach Monte Carlo einlud. Nahezu regelmäßig ist sie mit Klavierabenden im Wiener Konzerthaus präsent, das nächste Mal im Mai 2004. Mihaela Ursuleasa ist eine leidenschaftliche Kammermusikerin. Sie spielt mit der Cellistin Tanja Tetzlaff, der Geigerin Patricia Kopatchinskaja, sowie dem Hugo Wolff- und dem Belcea Quartet. Duoabende mit Patricia Kopatchinskaja sind im Januar 2004 beim Radio France in Paris und im August 2004 bei den Salzburger Festspielen geplant.

Mozart Knabenchor

Mozart Knabenchor Wien

künstlerische Leitung: Peter Lang

Der MOZART KNABENCHOR WIEN (vormals Amadeus Knabenchor Wien) ist die Nachfolge-Institution der 1956 von Prof. Erich Schwarzbauer gegründeten Mozartsängerknaben. Die Buben und Jugendlichen zwischen acht und einundzwanzig Jahren wohnen zu Hause und besuchen die Schule ihrer Wahl. Zum Proben und Musizieren kommen sie wöchentlich zwei bis drei Mal zusammen. Konzerte in den großen Wiener Konzertsälen, Mitwirkungen in Opern, Messen und Konzerte in Kirchen, sowie auch in Wiener Palais für Touristen zählen zu den Darbietungen in Wien. Darüber hinaus gibt es jährlich Konzertreisen, die in die ganze Welt führen. Das Standardrepertoire des Chores beinhaltet natürlich die klassische und Wiener Musik, der Chor hat es sich aber auch zur Aufgabe gemacht, seiner Zuhörerschaft die Werke zeitgenössischer Komponisten zu Gehör zu bringen. Die Rechtsform des Chores ist ein Verein, der sich durch Konzerteinnahmen selbst erhält. Für außen stehende oder juridische Personen (Unternehmen) besteht die Möglichkeit einer Vereinsmitgliedschaft als unterstützendes oder förderndes Mitglied. Weitere Informationen finden Sie unter www.mozartknabenchor.at.

Michael Martin Kofler

Kofler Michael Martin Kofler, Flöte

Der 1966 in Villach geborene Flötist Michael Martin Kofler wurde noch während des Studiums, das er an der Wiener Musikhochschule bei Werner Tripp und Wolfgang Schulz sowie bei Peter Lukas Graf an der Musikakademie Basel absolvierte, 1987 Soloflötist des Gustav Mahlers Jugendorchesters unter Claudio Abbado. Ende desselben Jahres wurde er von Sergiu Celibidache zum Soloflötisten der Münchner Philharmoniker gewählt. Bereits seit frühester Jugend wurde er mehrfach bei internationalen Wettbewerben (Prag, Brüssel, Bari, Uelzen und ARD-Wettbewerb München) ausgezeichnet. Neben den Kulturförderungspreisen der Münchner Konzertgesellschaft und des Landes Kärnten, sowie dem Würdigungspreis des Österreichischen Wissenschaftsministers wurde ihm 1993 der Kulturpreis seiner Heimatstadt Villach verliehen. Seit 1983 gibt Michael Martin Kofler weltweit viele Solokonzerte, Recitals und Kammermusikabende und wirkt als Solist und Kammermusiker bei CD-, Rundfunk-, und Fernsehaufnahmen mit. Bei bedeutenden Orchestern, wie z.B. der Academy of St. Martin in the Fields, den Philharmonischen und Symphonischen Orchestern von Prag, Tokyo, Osaka, Kyoto, Seoul, Moskau, Mexiko, Salzburg, Linz, Warschau, Belgrad und Zagreb, dem Wiener, Münchner, Stuttgarter und Württembergischen Kammerorchester, der Slowenischen und Slowakischen Philharmonie, der Salzburger Kammerphilharmonie, der Amsterdam Sinfonietta, dem Australian Chamber Orchestra, den Budapest Strings, dem Amadeus Chamber Orchestra, den Zagreber Solisten, sowie dem Tokyo Metropolitan Orchestra ist er ein gern gesehener Gast. Renommierte Dirigenten wie James Levine, Dimitri Kitajenko, Fabio Luisi, Bruno Weill, Yutaka Sado, Hans Graf, Sir Neville Marriner, Hubert Soudant, Gunther Schuller, Milan Horvat, Andrey Boreyko, Kazushi Ono u.a. waren seine Partner. Zusätzlich betreut er seit Oktober 1989 als Professor eine Konzertfachklasse an der Universität für Musik „Mozarteum" Salzburg und wird als Jurymitglied zu bedeutenden Wettbewerben (ARD-München, Cremona, Prager Frühling, Krakau) sowie regelmäßig zu Meisterkursen in Europa (u.a. Internationale Sommerakademie „Mozarteum" Salzburg), Korea, Japan und Amerika eingeladen.

Michaela Kaune

Michaela Kaune, Sopran

wurde in Hamburg geboren und absolvierte ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Hamburg bei Annie Schoonus und Judith Beckmann. Sie ist Preisträgerin beim Belvedere Wettbewerb Wien und beim deutschen Bundeswettbewerb Gesang. 1999 wurde sie mit dem Otto-Kasten-Preis des Deutschen Bühnenvereins ausgezeichnet. Nach ersten Gastengagements wurde Michaela Kaune 1997 Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper Berlin. Hier debütierte sie mit großem Erfolg als Prinzessin Natalie in Hans Werner Henzes „Prinz von Homburg". Zu ihrem Repertoire gehören u.a. die Rolle der Micaëla in „Carmen", Pamina in „Die Zauberflöte", Donna Elvira in „Don Giovanni", die Contessa in „Le Nozze di Figaro" und Agathe in „Der Freischütz". Als Konzertsängerin arbeitete sie unter anderem mit dem NDR-Sinfonieorchester unter Claus Peter Flor, mit den Bamberger Sinfonikern unter Ingo Metzmacher und dem Radio-Symphonie-Orchester Wien unter Dennis Russell Davies (Mahler-Lieder bei den Berliner Festwochen) zusammen und trat ebenfalls als Liedsängerin auf. Als CD-Aufnahmen mit Michaela Kaune liegen Anton Dvoráks „Te Deum" unter Helmuth Rilling, Hans Pfitzners „Der arme Heinrich" in einer Produktion des Theaters Dortmund sowie Hans Werner Henzes „Nachtstücke und Arien" mit Peter Ruzicka vor.

Mandfred Honeck

Manfred Honeck, Dirigent

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Erfahrungen, die er über lange Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sowie als Leiter des Wiener Jeunesse Orchesters sammeln konnte, prägen heute seine Arbeit als Dirigent. Manfred Honeck begann seine Karriere als Assistent von Claudio Abbado in Wien. Anschließend war er am Opernhaus Zürich als Erster Kapellmeister verpflichtet und erhielt dort 1993 den Europäischen Dirigentenpreis. Nach seiner Zeit in der Schweiz übernahm er 1997 für ein Jahr kurzfristig die musikalische Leitung der Norwegischen Nationaloper Oslo. Von 1996 bis 1999 war Manfred Honeck einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig. Eine außerordentlich erfolgreiche Europa-Tournee bildete 1996 den Auftakt zu seiner engen Zusammenarbeit mit dem Oslo Philharmonic Orchestra, das ihn zwei Jahre später zum Principal Guest Conductor ernannte. Von Beginn der Saison 2000/2001 bis Dezember 2006 war Manfred Honeck Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm. Im Rahmen der ersten gemeinsamen USA-Tournee gab er im Februar 2001 sein umjubeltes New York-Debüt in der Avery Fisher Hall. Seit Beginn der Spielzeit 2007/2008 ist Manfred Honeck Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Die Tschechische Philharmonie in Prag ernannte ihn im Dezember 2006 zu ihrem Ersten Gastdirigenten; er wird dieses Amt mit Beginn der Saison 2008/2009 antreten. Nach zwei äußerst erfolgreichen Engagements beim Pittsburgh Symphony Orchestra verkündete dieses Orchester im Januar 2007 seine Berufung zum Music Director ab September 2008. Im Laufe seiner umfangreichen Konzerttätigkeit stand Manfred Honeck am Pult der führenden Klangkörper, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Gewandhausorchester Leipzig, Sächsische Staatskapelle Dresden, Göteborg Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, Tschechische Philharmonie und die Wiener Philharmoniker. Bei den Salzburger Festspielen ist er immer wieder ein gern gesehener Gast. Im Jahr 2006 übernahm er dort die musikalische Leitung von Mozarts Così fan tutte und brachte im Rahmen des feierlichen Eröffnungsfestakts ein Auftragswerk von Moritz Eggert zur Uraufführung.

Im Bereich der Oper führten ihn Gastspiele u. a. an die Dresdner Semperoper und die Komische Oper Berlin und an die Königliche Oper in Kopenhagen. In St. Petersburg dirigierte er im Rahmen des White Nights Festivals Mozarts Così fan tutte. Mit diesem Werk begann er im Mai 2007 auch äußerst erfolgreich seine Arbeit an der Staatsoper Stuttgart; in der aktuellen Spielzeit dirigiert er dort Premieren von Berlioz' "Les Troyens" und Mozarts "Idomeneo". An die Semperoper kehrte er für eine Produktion von Léhars "Lustiger Witwe" zurück. Die Saison 2007/2008 begann für Manfred Honeck mit einer Deutschlandtournee der Jungen Deutschen Philharmonie. Weitere Konzertdirigate führen ihn unter anderem nach Mailand, Kopenhagen und Wien, zum Oslo Philharmonic Orchestra, zum Orchestre Philharmonique de Radio France, zum NDR-Sinfonieorchester und zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Er setzt außerdem seine Zusammenarbeit mit dem Yomiuri Symphony Orchestra in Tokio, der Tschechischen Philharmonie und dem Swedish Radio Symphony Orchestra fort. In den USA gastiert er im Frühjahr 2008 beim Chicago Symphony Orchestra, National Symphony Orchestra in Washington und Pittsburgh Symphony Orchestra. Manfred Honeck ist seit mehr als zehn Jahren künstlerischer Leiter der "Internationalen Wolfegger Konzerte".

Johannes Meissel

Johannes Meissl, Dirigent

Johannes Meissl stammt aus Ried, OÖ. Nach dem Studium von Violine und Komposition am Brucknerkonservatorium Linz vervollständigte er seine Instrumentalausbildung bei W. Schneiderhan und G. Hetzel an der Musikhochschule Wien, wo er auch starke künstlerische Impulse von Hatto Beyerle empfing und mit einstimmiger Auszeichnung und Würdigungspreis das Diplom ablegte. Als Mitglied des Artis-Quartetts führte ihn nach einem Studienjahr beim LaSalle Quartett in den USA und mehreren Wettbewerbspreisen eine steile internationale Karriere in die Zentren der Musikwelt und zu den bedeutendsten Festivals. Dazu kommen über 30 vielfach ausgezeichnete CD-Aufnahmen und ein seit 19 Jahren erfolgreicher Zyklus im Wiener Musikverein. Johannes Meissl tritt häufig auch solistisch auf und unterrichtet seit 1992 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und bei zahlreichen renommierten Kursen. Er ist Professor für Streicherkammermusik und künstlerischer Leiter der „isa" (Internationale Sommerakademie Prag-Wien-Budapest). Als stellvertretender Vorstand des Joseph Haydn Instituts für Kammermusik ist er Mitinitiator zahlreicher internationaler Kooperations-projekte und zusammen mit Hatto Beyerle künstlerischer Leiter der ECMA (Europäische Kammermusikakademie). Seit vielen Jahren regelmäßiger Dozent bei verschiedenen Jugendorchestern, widmet er sich in letzter Zeit auch vermehrt dem Dirigieren (u.a.mit dem Geidai Chamber Orchestra Tokio und dem Sinfonieorchester der Musikakademie Sofia). Johannes Meissl dirigierte das WJO erstmals im März 2008 in einer Zusammenarbeit mit dem Arnold-Schönberg-Center im Rahmen des 10-Jahres-Jubiläums des ASC mit Werken von Schönberg, Webern, Mahler und Schubert („Alles Romantik? – Wege zu Schönbergs Verklärter Nacht"). Als Mitglied des Artis-Quartetts führte ihn nach einem Studienjahr beim La-Salle Quartett in den USA und mehreren Wettbewerbspreisen eine steile internationale Karriere in die Zentren der Musikwelt und zu den bedeutendsten Festivals. Dazu kommen über 30 vielfach ausgezeichnete CD-Aufnahmen und ein seit 19 Jahren erfolgreicher Zyklus im Wiener Musikverein.

Johannes Meissl tritt häufig auch solistisch auf und unterrichtet seit 1992 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und bei zahlreichen renommierten Kursen. Er ist Professor für Streicherkammermusik und künstlerischer Leiter der „isa" (Internationale Sommerakademie Prag-Wien-Budapest). Als stellvertretender Vorstand des Joseph Haydn Instituts für Kammermusik ist er Mitinitiator zahlreicher internationaler Kooperations-projekte und zusammen mit Hatto Beyerle künstlerischer Leiter der ECMA (Europäische Kammermusikakademie).Seit vielen Jahren regelmäßiger Dozent bei verschiedenen Jugendorchestern, widmet er sich in letzter Zeit auch vermehrt dem Dirigieren (u.a. mit dem Geidai Chamber Orchestra Tokio und dem Sinfonieorchester der Musikakademie Sofia).

Othmar Müller

Othmar Müller, Violoncello

wurde in Wien geboren und begann sein Cellostudium im Alter von fünf Jahren am Konservatorium Wien. Von 1977-84 studierte er bei Valentin Erben an der Wiener Musikuniversität. 1982-83 war er Mitglied des ORF-Symphonieorchesters (heute RSO Wien) und wirkte 1982-84 als Solocellist im Wiener Kammerorchester. Als Cellist des 1980 gegründeten Artis-Quartetts bestreitet er mit diesem seit 1988 einen Konzertzyklus im Brahmssaal des Wiener Musikvereins und tritt in den wichtigsten internationalen Musikzentren und bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, den Dresdner Musikfestwochen, dem Brucknerfest Linz, dem Carinthischen Sommer, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Hong Kong Arts-Festival auf. Othmar Müller war 1993-98 Gastprofessor für Kammermusik an der Kunstuniversität Graz (Institut Oberschützen) und wirkte als Dozent bei Kursen in den USA, in Hong Kong, Österreich und beim Casals-Festival Prades. In den letzten Jahren tritt er verstärkt solistisch und im Duo in Erscheinung (u.a. mit der posthumen Uraufführung von Gottfried von Einems „Musik für Cello solo"). Eine CD mit Cellosonaten von Webern, Weigl und Johanna Müller-Hermann erscheint im Herbst 2001. Sein Violoncello von Andrea Amati, Cremona 1573, ist eine Leihgabe der Instrumentensammlung der Österreichischen Nationalbank.

Peter Engl

Peter Engl, Komponist

Peter Engl ist gebürtiger Tiroler und begann im Alter von 8 Jahren mit dem Ziehharmonika-, später mit dem Klarinettenunterricht. 1990 wurde er in die Militärmusik Tirol aufgenommen, wo er erstmals Studienmöglichkeiten am Landeskonservatorium für Tirol nutzte. 1993 folgte ein Klarinettenstudium am Konservatorium Feldkirch (A) bei Prof. Georg Vinciguerra, 1998 ein Kompositionsstudium mit Schwerpunkt Filmmusik in Schaffhausen (CH) bei David Angel (USA), sowie 2000 ein Audiodesign-Nachdiploms-Studium an der Musikakademie St. Gallen (CH) bei Dr. Christoph Schnell. Er ist Preisträger von mehreren Kompositionswettbewerben, u.a. des Kompositionswettbewerbs NRW 2004. Derzeit ist er Musikschullehrer an der MS Sarganserland und Unterrheintal (CH) und studiert seit 2005 Komposition am Landeskonservatorium für Vorarlberg bei Herbert Willi. Aufführungen von Auftragskompositionen in Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Slowenien, Malta und USA. Der Komponist über sein Werk „Waterproof" (UA) Wasser in verschiedenen Formen - Regen, Pfützen, Flüsse, (verschmutzte) Ozeane, Eis, Schweiß - ist ständig in Kontakt mit Personen oder Objekten. Der Kontakt mit dem Element ist anfangs nur indirekt. Man spürt die Materie auf sich fallen, bekommt Pulse zu spüren, aber keine Feuchtigkeit. Durchdringendes Schlagen lässt die Welt aufschreien. Krankheit herrscht im Element, die ins Wahnwitzige führt. Das Element erstarrt, ist greifbarer, und doch lässt es einen nicht ruhen. Keine Kontrolle durch plötzliche Veränderungen, die keinen Halt geben. Ein Gleiten ohne Ende. Das Element dringt aus einem und gibt die Gewissheit des Lebens wieder. Tanz in mehreren Formen entsteht und vergeht. Alte Erinnerungen tauchen auf und geben den Puls der Vergangenheit wieder, die ständig allgegenwärtig ist.

Paul Meyer

Paul Meyer, Klarinette

Paul Meyer wurde 1965 in Mulhouse im französischen Elsaß geboren. Schon mit 13 Jahren gab er sein Debut mit dem Orchestre Symphonique du Rhin und hatte bereits mit 17 Jahren seine Studien am Pariser Konservatorium und an der Basler Musikhochschule abgeschlossen. 1982 gewann er den «Concours Eurovision des Jeunes Musiciens Français» und 1984 den ersten Preis beim renommierten „Young Concert Artists" Wettbewerb in New York. Darauf folgten Konzerte in New York und die Begegnung mit Benny Goodman, dessen Einfluss und Freundschaft eine große Rolle in Paul Meyers Karriere und Leben spielten. Als einer der außergewöhnlichsten Klarinettisten überhaupt, musiziert Paul Meyer mit vielen großen, internationalen Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Amsterdam, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, den Berliner Philharmonikern, der Sinfonia Varsovia, dem Gustav Mahler Kammerorchester und spielt unter namhaften Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen, Yehudi Menuhin, Kent Nagano, Heinrich Schiff, David Zinman, Dennis Russell Davies und Luciano Berio. Paul Meyers ungewöhnlich umfangreiches Konzertrepertoire berücksichtigt neben Klassik und Romantik auch viele der zeitgenössischen Werke für Klarinette wie z.B. von Pierre Boulez, Morton Gould und Hans-Werner Henze. Bei den Salzburger Festspielen spielte er die Weltpremiere von Gerd Kührs Klarinettenkonzert mit dem RSO Wien unter Ulf Schirmer. 1997 fand die Welturaufführung von Luciano Berios „Alternatim" mit dem Concertgebouw Orchester in Amsterdam statt, einem Konzert für Klarinette, Viola und Orchester, das Paul Meyer gewidmet wurde. Dieses Konzert wurde bei den Salzburger Festspielen, in Paris, Berlin, Rom, Tokio und New York wiederholt. Zu seinen regelmäßigen Kammermusikpartnern zählen zahlreiche bekannte Künstler wie Gidon Kremer, Yo-Yo Ma, Mstislav Rostropovitch, Tabea Zimmermann, Heinrich Schiff und seine Duopartner Eric Le Sage und Emmanuel Pahud, mit denen er 1999 das Ensemble «Les Vents Français» ins Leben rief. Weiters hatte Paul Meyer auch die Ehre, Kammermusik mit Jean-Pierre Rampal und Isaac Stern machen zu können. Neben seiner Tätigkeit als Klarinettist widmet sich Paul Meyer auch in zunehmendem Maße dem Dirigieren verschiedenster Orchester (Orchestre Philharmonique de Radio France, Münchner Kammerorchester, Belgrader Philharmonie, English and Scottish Chamber Orchestras, Taipei Symphony Orchestra). Seine zahlreichen Aufnahmen u.a. mit Werken von Mozart, Weber, Copland, Busoni, Bernstein, Piazzolla und Poulenc erhielten eine Reihe von Preisen und Auszeichnungen (Diapason d'Or, Stern des Monats Fonoforum, Victoires de la Musique 99).

Andrea Quinn

AQuinn

Andrea Quinn, Dirigentin

geboren 1964, studierte Dirigieren an der Royal Academy of Music in London bei Colin Metters, George Hurst und John Carewe. Sie beendete ihr Studium 1989 mit diversen Auszeichnungen und erhielt ein Stipendium für Studien am Internationalen Bartok Seminar in Ungarn. Danach arbeitete sie mit führenden britischen Orchestern, u.a. mit dem London Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Hallé Orchestra, den London Mozart Players und war drei Jahre lang Chefdirigentin des London Philharmonic Youth Orchestra. Als Gastdirigentin leitete Andrea Quinn u.a. die Symphonieorchester von Adelaide und Melbourne in Australien, das Götheburg Symphony Orchestra, das Rundfunkorchester von Oslo, die Lahti Sinfonia und das Singapore Symphony Orchestra. Sie dirigierte das Commonwealth Youth Orchestra im Eröffnungskonzert der „Commonwealth Games" in Kuala Lumpur. Andrea Quinn leitete die viel beachtete Uraufführung der Kinderoper „Misper" in Glyndebourne 1997 und gab 2000 ihr Debut an der English National Opera. 1998 – 2001 war sie Chefdirigentin des Royal Ballet in London (Cinderella, Swan Lake, Ondine) und gab mit dem Ensemble Gastspiele in Frankfurt, Japan und China. Sie dirigierte außerdem das Royal New Zealand Ballet und an der Royal Stockholm Opera. Seit Juni 2001 ist sie Chefdirigentin des New York City Ballet. Für die nächste Zeit liegen Einladungen zum Edinburgh Festival, Hong Kong Philharmonic und Puerto Rico Symphony Orchestra vor

Hans Rott

HRott

Hans Rott, Komponist

Rott - Mahler - Bruckner

Die Verbindung dieser drei Komponisten ist auch für den Musikkenner nicht unmittelbar ersichtlich.

Dies liegt daran, dass die Bedeutung von Hans Rott (1858 – 1884) für die symphonische Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts erst seit der Herstellung der Partitur seiner 1. Symphonie durch den englischen Musikwissenschaftler Paul W. Banks und deren Uraufführung im Jahr 1989 ins Bewusstsein gerufen wurde. Rott war Orgelschüler von Anton Bruckner, der seinen „Lieblingsschüler" sogar in der Öffentlichkeit verteidigte, indem er bei jenem Kompositionswettbewerb, bei dem Rott als einziger von sieben Teilnehmern keinen Preis erhielt, Einspruch erhob. Die Verbindung zwischen Rott und Mahler sorgt heute für Spekulationen über die gegenseitige Einflussnahme in ihren Kompositionen. Fest steht, dass beide Musiker denselben Kompositionslehrer, Franz Krenn, hatten und sich vor allem während ihrer Ausbildungszeit gut kannten. Dies belegt auch die Tatsache, dass Mahler die Werke von Rott – insbesondere dessen 1. Symphonie – kannte. „Doch wie steht es mit dem Mahlerischen in dieser Symphonie bzw. dem Rottischen in Mahlers Symphonik? Ist das erstere als Antizipation Mahlerscher Musik oder letzteres als Reminiszenz an Rott zu sehen?"
1 Eine Beantwortung dieser Frage fällt schwer.Sicherlich wusste Mahler um Rotts Bedeutung für die damalige Musikentwicklung. Dies belegt folgendes Zitat: „Was die Musik an ihm verloren hat, ist gar nicht zu ermessen, zu solchem Fluge erhebt sich sein Genius schon in dieser Ersten Symphonie, die er als 20jähriger Jüngling schrieb und die ihn – es ist nicht zu viel gesagt – zum Begründer der neuen Symphonie macht, wie ich sie verstehe."
2 Die Begründungen, warum es zu keiner engeren Freundschaft zwischen Mahler und Rott kam, reichen von einer Anekdote über den (haltlosen) Vorwurf, Rott hege antisemitische Gedanken, bis hin zur Annahme eines bedingungslosen Konkurrenzdenkens. Dennoch wussten beide Musiker den Stellenwert des anderen treffend einzuschätzen. Rott nannte Mahler noch kurz vor seinem Tod ein Genie und Mahler sagte über Rott: „An ihm hätte ich unendlich viel haben können und vielleicht hätten wir zwei zusammen den Inhalt dieser neuen Zeit, die für die Musik anbrach, einigermaßen erschöpft."
3 Heute steht fest, dass Mahler z. B. in seiner 2. und 5. Symphonie Rott-Zitate aus dessen Scherzo verwendet. „Sicherlich wäre aber (...) ein endgültiges Urteil über die Frage Rott-Reminiszenz oder Mahler-Antizipation nur dann ernsthaft zu treffen, wenn Mahler sein Frühwerk nicht fast vollständig vernichtet hätte – und wäre auch die bei einer solchen Aktion mitschwingende, nicht boshaft gemeinte Frage zu beantworten, ob es nicht vielleicht gerade aus dem Grund geschehen war, weil in diesen Kompositionen eben noch nichts von den Gedanken der ‚neuen Symphonie', wie Mahler ‚sie versteht' und er sie Rott zubilligte, vorhanden gewesen war... ."
4  Es gibt nun mal nicht für alle Fragen eindeutige Antworten. Aber im Hinblick auf die Ergebnisse neuerer Musikforschungen sollte unsere Aufmerksamkeit wohl zu Recht auf einen Komponisten gelenkt werden, der heute immer mehr Beachtung findet.
www.hans-rott.de

Zitate:

1 Uwe Harten: Hans Rott und Gustav Mahler. Rott-Reminiszenz oder Mahler-Antizipation? Aus Berichten und Quellen, in: Nachrichten zur Mahler-Forschung, 2001

2 Natalie Bauer-Lechner, Erinnerungen an Gustav Mahler, Leipzig-Wien-Zürich, 1923.

3 Natalie Bauer-Lechner: ebenda.

4 Uwe Harten: siehe oben.

Réka Szilvay

Réka Szilvay, Violine

Nach ihrem Debüt im Großen Musikvereinssaal in Wien 1999 als Solistin des Helsinki Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Leif Segerstam wurde Réka Szilay als „der neue Star" (Die Presse) bezeichnet. Ihre Interpretation des Violinkonzerts wurde in den Rezensionen begeistert aufgenommen: „Virtuose Läufe, brillante Doppelgriff-Passagen sowie betörende Kadenzen - mühelos meisterte die preisgekrönte Violinstin jede diffizile Hürde, prunkte mit vollendeter Technik und entlockte ihrer Stradivari herrlichste Töne." Durch ihre Nominierung fŸr die internationale Konzertreihe „Rising Stars" wird sie in der Saison 2000/01 zusammen mit ihrem Klavierpartner Christoph Berner in bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall/ New York, im Wiener Konzerthaus, in der Kölner Philharmonie, im Concertgebouw/ Amsterdam und in der Cité de la Musique in Paris auftreten. Von österreichisch-ungarischer Abstammung, geboren in Helsinki erhielt sie ab dem 4. Lebensjahr Geigenunterricht vom Vater, dem bekannten Geigenpädagogen Géza Szilvay. Sie begann ihr Violinstudium mit 12 Jahren an der Sibelius-Akademie und studierte 1992-98 in der Klasse von Prof. Gerhard Schulz an der Universität für Musik in Wien (Diplom 1999 mit einstimmiger Auszeichnung). Meisterkurse absolvierte sie bei Sándor Végh, György Kúrtag, Liana Issakadze und Max Rostal. Réka Szilvay konzertiert regelmäßig als Solistin mit Orchestern in Konzertsälen in ganz Europa unter Dirigenten wie Leif Segerstam, Fabio Luisi, Eri Klas, János Fürst, Wolf-Dieter Hauschild, u. a. in Helsinki (Finlandia Hall), Dublin (National Concert Hall), London (Barbican Hall), Wien (Musikverein, Konzerthaus) und Den Haag (Philipszaal). Als Solistin der Helsinki Strings unternahm sie Tourneen durch Asien mit Auftritten in Taipei, Shanghei und Tokio. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen runden ihre künstlerische Tätigkeit ab. Réka Szilvay spielt auf einer A. Stradivarius (1702), einer Leihgabe der Sibelius Akademie Helsinki.

Anne Carolyn Schlüter

Anne-Carolyn Schlüter, Mezzosopran

Parallel zu ihrem Studium der Fächer Musikwissenschaft, Anglistik und Germanistik an der Universität Köln erhielt Anne-Carolyn Schlüter ihre Gesangsausbildung an der dortigen Musikhochschule, die sie 1999 mit dem Konzertexamen abschloss. Darüber hinaus absolvierte sie Meisterkurse bei Klesie Kelly-Moog und Liselotte Hammes. Ihr professionelles Debüt gab die Mezzosopranistin im Jahr 1998 in der Kölner Philharmonie unter der musikalischen Leitung von James Conlon mit Werken von Alexander Zemlinsky, die auch auf CD eingespielt wurden. Ihr Opernrepertoire umfasst Hauptpartien in Werken von Mozart (Dorabella in Così fan tutte, Zweite und Dritte Dame in Die Zauberflöte), Rossini (Angelina in La Cenerentola, Isabella in L'Italiana in Algeri), Tschaikowsky (Olga in Eugen Onegin), Humperdinck (Hänsel in Hänsel und Gretel) und Britten (Hermia in A Midsummer Night's Dream) sowie Cavalli, Dvorák, Händel, Massenet und Ravel. Von 1999 bis 2002 war Anne-Carolyn Schlüter am Theater Görlitz engagiert, seit Beginn dieser Spielzeit ist sie Ensemblemitglied der Bühnen Kiel. Liederabendgastspiele führten sie u.a. zum Kissinger Sommer.

Christian Schulz

Christian Schulz, Violoncello

Christian Schulz studierte bei Wolfgang Herzer an der Wiener Musikhochschule, weiters bei Heidi Litschauer, Siegfried Palm und dem Haydn-Trio Wien. Er konzertierte als Kammermusiker sowie als Mitglied des Volksopernorchesters Wien und der Wiener Symphoniker seit 1993. Seit 1997 Dirigiertätigkeit als Leiter des Ambassade Orchester Wien, das er aus den Reihen der Wiener Symphoniker gründete. Als Gastdirigent leitete er seither das Montreal Symphony Orchestra, die Staatsphilharmonie Halle, das Vancouver Opera Orchestra, das Tonkünstlerorchester NÖ und die Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie. Seit 2005 Chefdirigent des Mozart Collegium Wien.

Sarah Deborah Struntz

Sarah Deborah Struntz, Violine

Die junge Geigerin wurde schon mit 15 Jahren von Yfrah Neaman als „seltenes lyrisch-musikalisches Talent" erkannt. Er attestierte ihr Individualität und Einfallsreichtum in ihren Interpretationen, technische Gewandtheit und Leichtigkeit ihres Spiels und beschrieb sie als eine ungewöhnlich reife, denkende Musikerin mit tiefem Verständnis und natürlichem Zugang zu den Werken. Geboren im Dezember 1983 erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht im Alter von vier Jahren. Mit 13 Jahren spielte sie Lord Yehudi Menuhin vor, der sie zu ihrem Weg als Musikerin ermutigte. Mit 15 Jahren trat sie mit Khatchaturjans Violinkonzert zum ersten Mal als Solistin auf und gewann den 1. Preis im Südwestdt. Kammermusikwettbewerb. Sie studierte bei Daniel Gaede an der Hochschule Nürnberg-Augsburg, ab 2001 bei Yfrah Neaman an der Guildhall School of Music and Drama in London. Nach Neamans Tod wechselte sie zu John Glickman und erhielt im Sommer 2004 ihren Bachelor mit der höchsten Auszeichnung (First Class Degree of Honours). Seit 2004 studiert sie am Royal College of Music in London bei Natalia Boyarsky. Ihr Repertoire reicht vom Frühbarock bis zu neuesten zeitgenössischen Kompositionen. Sara Deborah engagiert sich bei den Organisationen Live music now! und Crescendo für karitative Einrichtungen. 

Sybil Urbancic

Sybil Urbancic, Feldenkrais

Geboren in Graz, aufgewachsen in Island. Erste musikalische Ausbildung in Klavier, Geige und Tonsatz. Philologie-Studium an der Universität von Island, journalistische Tätigkeit. Studium (Kirchenmusik, Orgel) an der Hochschule für Musik in Wien (Orgel: Heiller, Chorleitung: Gillesberger). Solistische und kammermusikalische Konzerttätigkeit in Europa, Japan, USA. Gründung und Leitung der Vokalensembles La Cappella (1980) und Voces, Wien (1987). Vertragslehrerin für Vokalensemble, Vokalpraxis und Feldenkrais an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Dipl. Feldenkrais-Lehrerin. Internationale Gastdirigate und rege Kurstätigkeit (Chorschulung, Vokal-Improvisation, Feldenkrais). Bisherige Erfahrungen mit Feldenkrais-Arbeit in verschiedenen Ländern, an Institutionen und mit freien Gruppen außerhalb der privaten Praxis: Chöre, Instrumentalisten, Jugendorchester, Gesangs- und Klavierpädagogen, Konservatorien, Musikschulen, Sänger, Schauspieler, Berufsorchester, Tänzer.

Mehr Informationen unter: www.feldenkrais.at

Till Alexander Körber

Till Alexander Körber, Klavier

Till Alexander Körber wurde 1967 in Tübingen geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren. Sein Klavierstudium absolvierte er an der Musikhochschule Freiburg i. Br., wo er auch die Fächer Liedbegleitung und Chordirigieren belegte, sowie an der Wiener Musikuniversität bei Hans Petermandl. Seit 1994 unterrichtet er zeitgenössische Klaviermusik an der Kunstuniversität Graz, seit 1999 außerdem Klavierkammermusik am Brucknerkonservatorium Linz. Till Alexander Körber konzertierte als Solist, Liedbegleiter und Interpret zeitgenössischer Musik in zahlreichen europäischen Ländern und ist auch als Komponist tätig. Als Pianist wurde er mit dem 1. Preis der Austro Mechana für die Interpretation zeitgenössischer Musik ausgezeichnet, als Komponist erhielt er Preise beim Kompositionswettbewerb „Guido von Arezzo" sowie beim Internationalen Kompositionswettbewerb des Mozarteums Salzburg.

Tri Omph

Tri Omph, Fagott-Trio

Tri Omph – drei ungewöhnliche, junge Musiker in einer ungewöhnlichen Besetzung. Das Trio überzeugte die Jury beim Bundesmusikwettbewerb „Prima la Musica 2004" so nachdrücklich, dass sie eingeladen wurden, ihre Darbietung des Auftragwerks „Faces of the Megacity" vor einem größeren Publikum – beim Preisträgerkonzert – zu spielen. Zudem wurden sie mit dem Bärenreiter-Sonderpreis ausgezeichnet. Im Oktober 2004 war die Sensation komplett: Beim Bundesmusikwettbewerb „Gradus ad Parnassum" gewannen sie den 1. Preis in der Kategorie Holzbläserkammermusik, sowie den „Großen Gradus ad Parnassum-Preis". Ungewöhnliche Begabung zeigen die einzelnen Mitglieder des Ensembles, Heidrun Wirth (geb. 1985), Matthew Smith (geb. 1986) und Benedikt Schobel (geb. 1988) – sie verfügen über eine erstaunliche Musikalität und Dialogfähigkeit, so dass ihr Vorspiel immer zu einem spannenden Ereignis wird.

Anika Vavic

AVavic

Anika Vavic, Solistin

wurde am 9. November 1975 in Kosovska Mitrovica, Jugoslawien, geboren. Nach ihrem ersten Klavierunterricht im Alter von sieben am Konservatorium in Belgrad begann sie mit sechzehn ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien in der Konzertfachklasse von Prof. Noel Flores. In ihrer beruflichen Entwicklung erhielt sie weitere bedeutende künstlerische Impulse durch Lazar Berman, Elisabeth Leonskaja, Oleg Maisenberg, Alexander Satz und Mstislav Rostropowitsch. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte sie bereits im Alter von acht Jahren, mit dreizehn spielte sie zum ersten Mal mit Orchester (Mozarts „Jeunehomme Konzert"). Zahlreiche Recitals, Fernseh- und Radioproduktionen sowie Kammermusikabende führten sie bereits nach Österreich, Deutschland, Kroatien, Jugoslawien, England, Polen, Italien, Türkei, Schweiz und Tschechische Republik. Im Studienjahr 1996/97 erhielt sie ein Stipendium des Bundesministeriums für Wissenschaft, Verkehr und Kunst der Republik Österreich. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen bekam sie im Frühjahr 2001 nach Ministerratsbeschluss die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Im Oktober 2001 gewann sie den 2. Steinway Wettbewerb in Wien und den Sonderpreis für die beste Haydn Interpretation. Seit November 2001 ist sie Stipendiatin des Herbert von Karajan Centrums in Wien und der Gottfried von Einem Stiftung. Sie wurde Gewinnerin des Frauen.Kunst.Preises 2002 in der Sparte Musik. Anika Vavic wurde auf Vorschlag des Wiener Musikvereins für den Konzertzyklus „Rising Stars" für die Saison 03/04 ausgewählt, welcher sie als Solistin durch die renommiertesten Konzerthäuser der Welt, darunter Carnegie Hall, Wigmore Hall, Concertgebouw, Musikverein, Athens Concert Hall, Palais des Beaux-Arts de Bruxelles, Kölner Philharmonie, Symphonie Hall Birmingham, Festspielhaus Baden-Baden, Cité de la Musique, Paris und Mozarteum Salzburg führen wird. In der gleichen Saison wird Anika Vavic mit dem 3. Klavierkonzert von Prokofjew ihr Debüt bei den Münchner Philharmonikern unter Paavo Järvi geben

Johannes Wildner

Johannes Wildner, Dirigent

studierte in Wien Dirigieren und Violine sowie Musikwissenschaften. 1985-95 war er Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters. 1990-93 Chefdirigent der Staatsphilharmonie Kosúice (Slowakei), 1993-1996 Erster Gastdirigent des Rundfunkorchesters Bratislava, 1994-95 Chefdirigent der Staatsoper Prag. Seit 1997 ist Johannes Wildner Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen, die auch das Opernorchester des Musiktheaters in Gelsenkirchen ist. Johannes Wildner ist gefragter Gastdirigent bedeutender Orchester, darunter das Royal Philharmonic Orchestra London, das BBC-Orchestra London, die St. Petersburger Philharmoniker, das Münchner und das Kölner Rundfunkorchester, die Dresdner Philharmoniker, das MDR-Symphonieorchester, die Wiener Symphoniker, das RSO Wien, das Bruckner-Orchester Linz, das Mozarteum-Orchester Salzburg, das National Symphony Orchestra of Ireland, das Tivoli-Festival Orchester, das New Zealand Symphony und das Taipei National Symphony Orchestra. Als Operndirigent machte Johannes Wildner u.a. mit Neueinstudierungen von „Die Fledermaus" und „Der Fliegende Holländer" am Opernhaus Halle, mit „Nabucco" an der Staatsoper Prag, „Le Nozze di Figaro" und „Cosí fan tutte" (beide mit TV-Aufzeichnung), „Hänsel und Gretel", „Boris Godunov" und „La Traviata" an der Oper Leipzig, mit der Uraufführung der Oper „Aus allen Blüten Bitternis - Stefan Zweigs Weg in die Emigration" von Christoph Cech in Wien und „La Bohème" am Opernhaus Graz auf sich aufmerksam. Mit Schönbergs „Gurreliedern" und einer ausverkauften Vorstellung der Oper „Aida" in der neuen Arena Auf Schalke (54.000 Zuschauer) setzte Johannes Wildner mit der Neuen Philharmonie Akzente. 2002 dirigiert Johannes Wildner Konzerte mit den Wiener Symphonikern in Ägypten, das Lovro-von-Matacúi´c Gedenkkonzert mit der Zagreber Philharmonie, sowie Konzerte mit dem Haydn-Orchester in Bozen und Mailand und mit dem China Philharmonic Orchestra in Peking.

Dhafer Youssef

Dhafer Youssef, Gesang, Oud

wurde 1967 in Tunesien geboren, lebt seit 1990 als Komponist, Sänger und Oud-Spieler in Wien. Arbeitete mit Größen aus der Worldmusik-Szene wie z.B. Renaud Garcia-Fons, Markus Stockhausen, Carlo Rizzo, Nguyên Lê, Sainkho Namchylak, Paolo Fresu, Arto Tuncboyacian, Wolfgang Puschnig, Christian Muthspiel, Jamey Haddad, Iva Bittova, Tom Cora. Seine Musik ist in der Sufi-Tradition verwurzelt, jedoch immer offen für andere Einflüsse aus der Jazz-Szene. CDs bei dem renommierten Label Enja Records:

„Malak" (ENJ-9367 2) und

ELECTRIC SUFI (ENJ-9412 2).

Weitere Informationen unter

www.enjarecords.com/dhafer-youssef.thm

Ernst Ludwig Leitner

Ernst Ludwig Leitner, Komponist

Geboren am 14. Oktober 1943 in Wels, Oberösterreich. Neben dem Studium an der Lehrerbildungsanstalt in Linz Unterricht in Orgel bei Hedwig Ebermann und Komposition bei A. F. Kropfreiter. 1963-68 Studium am Mozarteum in Salzburg und Studien in Musikwissenschaft an der Universität Innsbruck. 1967-68 Lehramtsprüfung in Musikerziehung, Diplome in Komposition und Orgel mit Auszeichnung. Abgangspreise des Unterrichtsministeriums. Seit 1968 Lehrer für Orgel und Musiktheorie und 1973-83 Leiter der Abteilung Musikpädagogik an der Hochschule Mozarteum, seit 1978 ordentlicher Hochschulprofessor. Seit 2000 Vorstand des Institutes für Dirigieren und Komposition an der Universität Mozarteum. Aufführungen seiner Kompositionen u. a. im Musikverein, Konzerthaus, Künstlerhaus, Kammeroper, Karajan-Center und Radiokulturhaus in Wien, im Großen Festspielhaus und im Großen Saal des Mozarteum Salzburg, Festspielhaus St. Pölten, Brucknerhaus Linz, in der Wigmore Hall London, Philharmonie und Schauspielhaus Berlin, Tonhalle Zürich, Festspielhaus Luzern, im Teatro alla Scala Mailand, weiters bei den O. Ö. Stiftskonzerten, beim Carinthischen Sommer und bei den Festwochen in Gmunden. Zahlreiche nationale und internationale Preise.

Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier, Erzähler

geboren in Hard/Vorarlberg 1949, wuchs in Hohenems/ Vorarlberg auf, wo er heute noch als freiberuflicher Schriftsteller lebt. 1970 – 1978 Studium der Germanistik und Politologie in Marburg sowie der Mathematik und Philosophie in Gießen und Frankfurt. Seit 1981 verheiratet mit der Schriftstellerin Monika Helfer. 1973 – 1975 gemeinsam mit Reinhold Bilgeri Gestaltung der Kabarettsendung „Im Westen nichts Neues" für Radio Vorarlberg. Aus dieser Arbeit gehen auch die ersten gemeinsamen Lieder hervor, bzw. im Anschluss daran gemeinsame Tonträger. Michael Köhlmeier verfaßte zahlreiche Drehbücher, Hörspiele, Romane und Theaterstücke, für die er mehrfach Preise und Auszeichnungen erhielt, darunter den Manès-Sperber-Preis 1993 für Literatur des BM für Unterricht und Kunst und des BM für Wissenschaft und Forschung. Spätestens seit dem Roman „Spielplatz der Helden" (1988) ist Michael Köhlmeier einer der bekanntesten zeitgenössischen Autoren im deutschsprachigen Raum. Den wahrscheinlich größten Erfolg hatte er mit seinen Erzählungen „Klassische Sagen des Altertums", die zunächst wöchentlich im Radio liefen, und in denen er die griechische Mythologie lebendig und neu erzählt und Parallelen zur heutigen Zeit aufdeckt. Diese Erzählungen wurden vom ORF in einer dreiteiligen CD-Reihe veröffentlicht. Zu seinen bekanntesten Publikationen gehören Die Musterschüler (1989), Wie das Schwein zum Tanze ging (1991), Bleib über Nacht (1993), Telemach (1995), Sagen des klassischen Altertums (1996), Der Unfisch (1997).

Warum ich Erzähler bin ...

„Ich dachte: man kann es drehen und wenden, wie man will: Nicht-Erzählen heißt Schweigen.
Das Bedürfnis zu erzählen und erzählt zu bekommen, kann nicht gebrochen werden, es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, weil es Arbeit am Selbstbildnis ist. Diese Arbeit schließt freilich Menschenliebe als unabdingbare Voraussetzung mit ein. Denn in den Spiegel wollen wir nur schauen, wenn wir lieben, was wir dort sehen. Da sagte mein Freund: Kann man nach diesem Jahrhundert des Grauens den Menschen noch lieben? Wenn nein, antwortete ich ihm, hätten die, welche das Grauen organisiert haben, recht. Mag das Erzählen eine primitive Kunst sein, mögen Literaturpolizisten vorschreiben wollen, was man nach Kafka, Musil, Joyce darf und was nicht – ich kann nur tun, was ich kann, und was ich kann, ist was ich muss, und was ich muss, ist, was ich will: erzählen nämlich."

Kurt Estermann

Kurt Estermann, Komponist

Kurt Estermann, geboren 1960 in Innsbruck, stammt aus einer Musikerfamilie. Nach Matura und Studien in seiner Heimatstadt erwarb er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien die Abschlussdiplome in Komposition, Kirchenmusik, Konzertfach Orgel und Cembalo. Die prägenden Lehrpersönlichkeiten waren dabei Erich Urbanner, Peter Planyavsky, Michael Radulescu und Gordon Murray. Kurse und Begegnungen mit Wolfgang Rihm und György Ligeti beeinflussten seine weitere kompositorische Entwicklung. Das Spannungsfeld zwischen kompositorischer Arbeit und konzertanter Tätigkeit auf dem Gebiet der Tasteninstrumente spiegelt sich in den zuerkannten Preisen und Würdigungen: 1985 Orgelwettbewerb Brügge / Belgien, 1987 Tiroler Musikförderungspreis, 1989 und 1995 Würdigungspreis des Bundesministeriums, 1989 Hofhaimerwettbewerb / Innsbruck, 1996 Kompositionspreis des Tiroler Sängerverbandes, 1997 Musikförderungspreis des Bundes, 1998 Preis für künstlerisches Schaffen der Landeshauptstadt Innsbruck. Seit 1996 Kompositionsaufträge und regelmäßige Aufführungen bei Klangspuren Schwaz, ORF Wien, Galerie St. Barbara Hall in Tirol, St. Stephan Wien, Osterfestival Tirol, Lockenhaus sowie in Deutschland, der Schweiz, in Italien, Polen und Amerika. Als Juror ist Kurt Estermann beim „Slatkonia-Preis" der Erzdiözese Wien und dem Musikförderungspreis des Bundeskanzleramtes wiederholt tätig, als Kirchenmusiker ist er mit dem Stift Wilten in Innsbruck eng verbunden.Im Jahr 2000 wurde er auf den Lehrstuhl für Kirchliche Komposition an der Universität Mozarteum in Salzburg berufen.Sein kompositorisches Schaffen umfasst vorwiegend Orgelmusik, Werke für Gesang und Orgel, Chorwerke, Orchester- und Ensemblemusik. Sie erscheinen bei Doblinger / Wien.

Karel Dohnal

Karel Dohnal, Klarinette

wurde 1973 in Vitkov (CZ) geboren und begann im Alter von 10 Jahren Klarinette zu spielen. Seine Studien absolvierte er am Ostrava Konservatorium in der Klasse von Petr Bohous und an der Akademie für darstellende Kunst in Prag bei Vlastimil Mares. 1993 studierte er außerdem am Hilversum Konservatorium (NL) in der Klasse von Henk de Graaf, 1996-97 an der renommierten Guildhall School of Music and Drama in London bei Thea King und Jullian Farrall, weiters verbrachte er 1999 einige Studienmonate am Staatskonservatorium in St. Petersburg bei Valery Bezrtchenko. Er nahm an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil und wurde mehrfach mit ersten Preisen ausgezeichnet (u.a. beim Wettbewerb der tschechischen Konservatorien 1994, bei der International Music Competition „ACT" in London 1997 und bei der International Clarinet Competition in Ostende, Belgien, 1999). Daneben besuchte er zahlreiche Meisterkurse, u. a. bei Michel Arrignon, Guy Deplus, Alfred Prinz, Michael Colins und Jonathan Cohler. Während seiner bisherigen Karriere hat er unzählige Konzerte in seinem Heimatland Tschechien, im europäischen Ausland und in den Vereinigten Staaten gegeben, bei denen er mit namhaften Ensembles und Orchestern, u.a. mit den Kammerorchestern Suk und Talich, der Janacek Philharmonie Ostrava und den Belgrader Philharmonikern zusammenarbeitete. Sein Repertoire besteht nicht nur aus der Klarinettenliteratur der Klassik und Romantik, sondern auch aus eher selten gespielten Werken moderner Komponisten wie z.B. Rudolf Kubin, Jean Françaix, Carl Nielsen und Trygve Madsen. Hinzu kommen zahlreiche Kammermusik-Projekte, z.B. mit dem Stamitz Streichquartett und als Mitglied des Prager Klarinettenquartetts. Besonderes Augenmerk legt Karel Dohnal auch auf Werke der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, von denen er etliche Solo- und Kammermusikwerke zur Uraufführung brachte. Karel Dohnal nimmt regelmäßig für den Tschechischen Rundfunk auf.

Johannes Meissl

Johannes Meissl, Dirigent

Johannes Meissl stammt aus Ried, OÖ. Nach dem Studium von Violine und Komposition am Brucknerkonservatorium Linz vervollständigte er seine Instrumentalausbildung bei W. Schneiderhan und G. Hetzel an der Musikhochschule Wien, wo er auch starke künstlerische Impulse von Hatto Beyerle empfing und mit einstimmiger Auszeichnung und Würdigungspreis das Diplom ablegte. Als Mitglied des Artis-Quartetts führte ihn nach einem Studienjahr beim LaSalle Quartett in den USA und mehreren Wettbewerbspreisen eine steile internationale Karriere in die Zentren der Musikwelt und zu den bedeutendsten Festivals. Dazu kommen über 30 vielfach ausgezeichnete CD-Aufnahmen und ein seit 19 Jahren erfolgreicher Zyklus im Wiener Musikverein. Johannes Meissl tritt häufig auch solistisch auf und unterrichtet seit 1992 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und bei zahlreichen renommierten Kursen. Er ist Professor für Streicherkammermusik und künstlerischer Leiter der „isa" (Internationale Sommerakademie Prag-Wien-Budapest). Als stellvertretender Vorstand des Joseph Haydn Instituts für Kammermusik ist er Mitinitiator zahlreicher internationaler Kooperations-projekte und zusammen mit Hatto Beyerle künstlerischer Leiter der ECMA (Europäische Kammermusikakademie). Seit vielen Jahren regelmäßiger Dozent bei verschiedenen Jugendorchestern, widmet er sich in letzter Zeit auch vermehrt dem Dirigieren (u.a. mit dem Geidai Chamber Orchestra Tokio und dem Sinfonieorchester der Musikakademie Sofia). Johannes Meissl dirigierte das WJO erstmals im März 2008 in einer Zusammenarbeit mit dem Arnold-Schönberg-Center im Rahmen des 10-Jahres-Jubiläums des ASC mit Werken von Schönberg, Webern, Mahler und Schubert („Alles Romantik? – Wege zu Schönbergs Verklärter Nacht"). Als Mitglied des Artis-Quartetts führte ihn nach einem Studienjahr beim La-Salle Quartett in den USA und mehreren Wettbewerbspreisen eine steile internationale Karriere in die Zentren der Musikwelt und zu den bedeutendsten Festivals. Dazu kommen über 30 vielfach ausgezeichnete CD-Aufnahmen und ein seit 19 Jahren erfolgreicher Zyklus im Wiener Musikverein. Johannes Meissl tritt häufig auch solistisch auf und unterrichtet seit 1992 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und bei zahlreichen renommierten Kursen. Er ist Professor für Streicherkammermusik und künstlerischer Leiter der „isa" (Internationale Sommerakademie Prag-Wien-Budapest). Als stellvertretender Vorstand des Joseph Haydn Instituts für Kammermusik ist er Mitinitiator zahlreicher internationaler Kooperations-projekte und zusammen mit Hatto Beyerle künstlerischer Leiter der ECMA (Europäische Kammermusikakademie). Seit vielen Jahren regelmäßiger Dozent bei verschiedenen Jugendorchestern, widmet er sich in letzter Zeit auch vermehrt dem Dirigieren (u.a. mit dem Geidai Chamber Orchestra Tokio und dem Sinfonieorchester der Musikakademie Sofia).

Rubert Huber

Rupert Huber, Dirigent

Der Komponist, Dirigent und Chorleiter Rupert Huber wurde 1953 im oberösterreichischen Innviertel geboren und absolvierte sein Studium an der Universität Mozarteum Salzburg.Nachdem er u.a. bei Opernproduktionen Herbert von Karajans mitwirkte, arbeitete er seit 1983 verstärkt mit deutschen Rundfunkchören zusammen.Von 1990 bis 2000 war er Leiter des SWR-Vokalensembles.Das Archiv des SWR verzeichnet an die 700 Aufnahmen, die unter seiner Leitung entstanden, sowie über 30 Uraufführungen, darunter Kompositionen von Luigi Nono, Karlheinz Stockhausen und Jani Christou.
Er ist Gründer des „Ensemble Spinario" mit radikal interdiszipläneren Konzepten und des Jani-Christou-Instituts in Athen. Für seine zahlreichen CD-Einspielungen hat er Preise der deutschen Schallplattenkritik erworben. Seit 1983 Dozent für Orchesterleitung und Komposition am Mozarteum Salzburg, 1996 - 1998 Professor für Chordirigieren an der Musikhochschule Graz. Seit 2003 Dozent an der Internationalen Sommerakademie Salzburg. Als Komponist und Performance-Künstler widmet er sich der unmittelbaren Wirkung der Musik als Mittel zur Kontakterfahrung und der durch Musik erzeugten Bewußtseinszustände wie Ekstase und Trance.

Herwig Reiter

Herwig Reiter, Komponist

Herwig Reiter wurde 1941 in Österreich geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er bei den Wiener Sängerknaben, bei denen er nach dem Studium an der Wiener Musikuniversität auch seine berufliche Laufbahn als Kapellmeister begann. Seit 1975 unterrichtet Reiter an der Musikuniversität Wien und ist seit 1985 ordentlicher Professor für Dirigieren an der Abteilung Musikpädagogik. Er war als Chorleiter, Opern- und Orchesterdirigent erfolgreich tätig wie auch als Klavierbegleiter, Stimmbildner, Gestalter von Rundfunksendungen und Musik-Aufnahmeleiter des ORF. Unter den von ihm gegründeten Ensembles sind das Junge Orchester Wien und der Kammerchor der Musikuniversität Wien zu nennen. Daneben leitet er die beiden auf zeitgenössische Musik spezialisierten Ensembles „Impulse" und „Wiener Vokalisten". Als Komponist betätigte sich Herwig Reiter in seiner Jugend und dann, viele Jahre später, wieder ab 1994. Er schrieb Kammermusik, Liederzyklen („Fünf Ohren" nach Nietzsche, „iba de gaunz oaman fraun" nach Nöstlinger, „Im Namen der Liebe" nach Turrini), Musik für Kinder (darunter „O du Wal meiner Wahl" nach Geschichten aus dem „Sprachbastelbuch"), Chorwerke (u.a. „Sie sind Fremder" nach Texten von Schubhäftlingen, „Ohne dich" nach Fried, „Angesichts eines Endes" und „Die wunderliche Musik" nach Bachmann) sowie Orchesterwerke („Festival Music for Chiba", „Mizuo kudasai" - Passacaglia für Sopran und Orchester). Eine CD-Serie seines bisherigen Schaffens ist in Vorbereitung.

Wolfgang Holzmair

Wolfgang Holzmair, Bariton

Geboren in Vöcklabruck (O.Ö.); Studium an der Musikhochschule Wien bei Hilde Rössel-Majdan (Gesang) und Erik Werba (Lied); mehrfacher Preisträger bei Gesangswettbewerben; nach fester Zugehörigkeit zu Opernensembles in der Schweiz und in Deutschland seit Jahren freischaffender Künstler. Zusammenarbeit mit führenden euro-päischen und amerikanischen Orchestern unter Dirigenten wie Blomstedt, Boulez, Chailly, v. Dohnany, Frühbeck de Burgos, Haitink, Harnoncourt, Norrington, Ozawa. In der Saison 2001/02 Zusammenarbeit mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment, Hamburger und Wiener Symphonikern, Scottish Chamber Orchestra, Auftritte beim Festival Tibor Varga, Flandern Festival, Rheingau Musikfestival, Wiener Festwochen, Styriarte sowie in den USA beim Mostly Mozart Festival und den Festivals von Ravinia und Tanglewood. Seit 1998 Leiter einer Lied- und Oratorienklasse am Mozarteum in Salzburg. Als Liedsänger bekannt für seine klug konzipierten, vom Wort getragenen und doch natürlichen Interpretationen; tritt regelmäßig in führenden Musikzentren auf, wie etwa in der Saison 2001/2002 in Paris, London, Hamburg, Amsterdam, Wien. Umfangreiche Aufnahmetätigkeit bei kleinen und großen Labels, seit 1993 bei Philips, zuletzt veröffentlichte Aufnahmen: Die schöne Müllerin, Lieder der Wiener Klassik (Haydn, Mozart, Beethoven - An die ferne Geliebte) und Lieder von Clara und Robert Schumann (u.a. Liederreihe op. 35 nach Kerner). Seine Aufnahme von Brahms „Ein deutsches Requiem" unter Herbert Blomstedt wurde mit dem Grammy ausgezeichnet.

Harald Herzig

Harald Herzig, Feldenkrais

Geboren in Klagenfurt. Studium an der Hochschule für Musik in Wien (Konzertfach Violoncello: Herzer). Ausbildung zum dipl. Feldenkrais-Lehrer in Basel/Schweiz. Solistische, kammermusikalische und orchestrale Konzerttätigkeit in Europa und Asien. Gründung und Leitung der Firma Herzig zur Veranstaltung von Computer- und Feldenkrais-Seminaren. Derzeit ist Harald Herzig als Manager, Feldenkrais-Lehrer und Kammermusiker international aktiv.
Bisherige Schwerpunkte in bezug auf Feldenkrais lagen in der Arbeit mit Musikern und Lehrern.

Mehr Informationen unter: www.feldenkrais.at

 

Gottlieb Wallisch

Gottlieb Wallisch, Klavier

Als Sohn einer Wiener Musikerfamilie wurde Gottlieb Wallisch im Alter von sechseinhalb Jahren an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien aufgenommen, wo er sein Studium später bei Heinz Medjimorec mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss. Weitere künstlerische Impulse erhielt er bei Meisterkursen u.a. von Oleg Maisenberg, Dmitrij Bashkirov und Stephen Kovacevich, sowie durch die Zusammenarbeit mit Pascal Devoyon an der Universität der Künste in Berlin. 1995 gewann er den ersten Preis und drei Sonderpreise beim internationalen Klavierwettbewerb „The Stravinsky Awards" (USA). 1999 wurde er der jüngste (und seit 40 Jahren auch erste österreichische) Lauréat des „Queen-Elisabeth-Wettbewerbs" in Brüssel. Gottlieb Wallisch konzertierte mit führenden Orchestern, wie u.a. den Wiener Philharmonikern, dem Radio Symphonie Orchester Wien, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und dem Bruckner Orchester Linz, unter Dirigenten wie Dennis Russell Davies und Lord Yehudi Menuhin. Zahlreiche Tourneen, u. a. für die internationale Konzertreihe „Rising Stars" 2001/02 führten ihn in die USA (Carnegie Hall), nach Großbritannien (Wigmore Hall, Queen Elisabeth-Hall), Japan, Hong Kong, Spanien, Deutschland, Schweiz, in den Mittleren Osten und nach Afrika. Er ist regelmäßiger Gast bei bedeutenden Festivals wie beim Lucerne Festival, beim Klavierfestival Ruhr, der Schubertiade Schwarzenberg, in der Tonhalle Zürich und beim Carinthischen Sommer. Im Sommer 2002 gab Gottlieb Wallisch sein vielumjubeltes Debüt bei den Salzburger Festspielen. Im Jahr 2006 macht Gottlieb Wallisch v.a. durch seinen Zyklus „Mozart in Wien" im Wiener Musikverein auf sich aufmerksam, bei dem nicht weniger als 12 Klavierkonzerte Mozarts zur Aufführung kommen. Außerdem stehen Debüts u.a. mit der Camerata Salzburg beim Singapore Arts Festival und beim Newbury International Festival in Großbritannien auf dem Programm. Gottlieb Wallisch hat zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen mit dem ORF, Radio France International und der BBC London produziert. Seine CD-Einspielungen präsentieren Interpretationen von Klavierwerken von Haydn, Mozart, Schumann, Brahms, Strauss, Janácek und Stravinsky. Die jüngst veröffentlichte CD mit Schuberts Klaviersonaten wurde von der Fachpresse mit Begeisterung aufgenommen.

Danjulo Ishizaka

Danjulo Ishizaka, Violoncello

Der 1979 geborene Deutsch-Japaner erhielt mit vier Jahren ersten Cello-Unterricht. Nach Studien bei Hans Christian Schweiker absolvierte er ein Gaststudium an der Indiana University, USA. Einer der wichtigsten Einflüsse instrumental, musikalisch und auch menschlich, sollte für ihn Boris Pergamenschikow werden, bei dem er von 1998 bis 2004 an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin studierte. Dort setzte er von 2004 - 2006 seine Studien bei Prof. Antje Weithaas und Prof. Tabea Zimmermann fort. Weiterhin wurde er nachhaltig durch Bernhard Greenhouse, György Kurtág, Gidon Kremer, Menahem Pressler, das Alban Berg- und Amadeus-Quartett geprägt. 2001 wurde er 1. Preisträger beim renommierten Internationalen Musikwettbewerb der ARD München. 2002 gewann er den Grand Prix Emanuel Feuermann der Kronberg Academy und der UDK Berlin. „Aufgrund seiner virtuosen Fähigkeiten, außergewöhnlichen Musikalität und Ausstrahlung" wurde er jüngst mit dem international bedeutenden "Prix Young Artist of the Year" ausgezeichnet.Der internationale Durchbruch gelang ihm 2005 mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Krzysztof Penderecki im Musikverein Wien. Bei seinem Gastspiel kurz darauf in der Alten Oper in Frankfurt titelte die FAZ: "Genie bricht sich Bahn". Mittlerweile konzertiert er weltweit mit renommierten Orchestern, wie beispielsweise dem NHK Symphony Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem Litauischen Nationalorchester, dem RSO Frankfurt, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Singapore Symphony Orchestra, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, der Academy of St. Martin in the Fields und dem Münchener Kammerorchester.Neben seiner Konzerttätigkeit als Solist führen Ishizaka Kammermusikaktivitäten mit renommierten Künstlern wie Gidon Kremer, Christoph Poppen, Julia Fischer, Lars Vogt, Markus Schirmer, Tabea Zimmermann und Elena Bashkirova zusammen.Er ist regelmäßig Gast bei bedeutenden Festivals wie dem Cellofestival in Kronberg, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, Rheingau Musikfestival, Kissinger Sommer, Musikfestival Lockenhaus, Styriarte, Osterfestspiele Salzburg, Ljubljana Music Festival, Internationales Musikfestival Santander oder City of London Festival. Im Rahmen seiner internationalen Tourneen gastiert er in Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Belgien, Spanien, Italien, Israel, USA, Polen, Russland, China und Japan. Im März 2006 hatte er sein erfolgreiches Debut in der Carnegie Hall New York. 2007 folgt er einer Einladung Mstislav Rostropovichs zu einer Europa-Tournee und tourt mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Leonard Slatkin, der Sinfonietta Cracovia unter Krysztof Penderecki und dem Bruckner Orchester Linz unter Gerd Albrecht.Im September 2007 erfolgt sein Debut bei den Luzerner Festspielen.Danjulo Ishizaka wird von der Kronberg Academy gefördert, die ihm u.a. das von Wolfgang Schnabel erbaute Violoncello, das zuvor von Boris Pergamenschikow gespielt wurde, zur Verfügung stellt. Zudem spielt er das 1696 Stradivarius "Lord Aylesford" von der Nippon Music Foundation.

Daniel Auner

Daniel Auner, Violine

Daniel Auner wurde 1987 in Wien geboren und erhielt seine geigerische Ausbildung bei Michael Salamon, Arkardi Vinokurow, Marina Sorokowa und Christian Altenburger, bevor er 2010 in die Ausbildungsklasse von Igor Ozim ans Mozarteum Salzburg wechselte. Meisterkurse u.a. bei Friedemann Eichhorn, Midori Goto und Rainer Kussmaul runden seine Ausbildung ab.Daniel Auner ist Preisträger internationaler Violinwettbewerbe, wie unter anderem des Johannes Brahms-Wettbewerbs und des Wettbewerbs Violine in Dresden. Die internationale Konzerttätigkeit des jungen Künstlers umfasst Auftritte als Solist und als Kammermusiker. Mit dem Wiener Mozart-Trio, dessen Mitglied er seit 2008 ist, trat er in Österreich, England, Irland, den Niederlanden, Ungarn, Portugal sowie in vielen Ländern Süd-Ost Asiens auf. Zu den Musikerkollegen, mit denen er als Kammermusiker und Solist zusammengearbeitet hat zählen u.a. Dennis Russel Davies, Andrés Orozco-Estrada, Markus Landerer, Patrick Demenga, Jan Vogler, Reinhard Latzko, Christian Altenburger, Melvyn Tan, Thomas Selditz, Avri Levitan und Christoph Schiller. Seit 2006 gastiert er zudem jährlich als Dozent beim Musikseminar Reichenau und gründete 2010 gemeinsam mit seinen Kollegen vom Wiener Mozart-Trio die Sommerkonzerte im Kulturschloss Reichenau. Auf Einladung des MDR spielte Daniel Auner im Februar 2009 seine Debüt-CD ein, auf der er mit vielfältigem Repertoire von Eugène Ysaÿe bis Fritz Kreisler zu hören ist. Im November 2010 gewann er in Wien den Wettbewerb "Gradus ad Parnassum" und spielte daraufhin beim Preisträgerkonzert mit dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich das Violinkonzert von Alban Berg. Daniel Auner spielt eine Violine, die 1709 gemeinsam von Hiermonymus Amati und Johann Christoph Leidolff in Cremona bzw. Wien gebaut wurde.

Christoph Traxler

Christoph Traxler, Klavier

Erster Klavierunterricht mit 8 Jahren. 1994 – 2002 Studien bei Prof. Ranko Markovic und Prof. Horst Matthaeus an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. 2002 – 2007 bei Prof. Heinz Medjimorec und seit Oktober 2007 bei Prof. Stefan Arnold an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 1. Diplom mit Auszeichnung. Gewinner des Bösendorfer-Stipendiums 2000 und 2006 und Stipendiat des Herbert von Karajan Centrums 2004/05. Sieger und Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe: Prima La Musica 1998 – 2001, Internationaler Johannes Brahms Kammermusikwettbewerb 2000, Gradus ad Parnassum 2000 und 2006, Internationales Kammermusikfestival Austria 2001 und 2003, Musica Juventutis 2004, Rudolf-Heydner Auswahlspiel 2005 und Hildegard Maschmann Förderpreis 2007, Lions European Music Competition for piano 2007. 2000 Orchesterdebut mit Schumanns a-Moll Konzert. Neben zahlreichen Soloauftritten auch regelmäßige Kammermusiktätigkeit (u. a. mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker) und Liedbegleitung (u. a. von KS Bo Skovhus und KS Helmut Wildhaber) in ganz Österreich, sowie in Deutschland, Italien, Ungarn, Rumänien und den USA. CD–Produktionen, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.

Damen des Concentus Vocalis

Damen des Concentus Vocalis

künstlerische Leitung: Herbert Böck

Der Concentus Vocalis widmet sich seit 1980 unter seinem künstlerischen Leiter Herbert Böck vor allem der Interpretation von anspruchsvoller a-cappella Literatur, aber auch vieler bedeutender Chor-/Orchesterwerke, darunter Bachs Passionen, Bachs Weihnachtsoratorium und h-Moll-Messe, Händels Oratorien, Honeggers „König David", Martins „Golgotha" und Kagels „St. Bach Passion". Dabei reicht das Repertoire des Chors von der Renaissance bis hin zu zahlreichen Uraufführungen und einer Reihe von Kompositionsaufträgen.

Der Concentus Vocalis erhielt bereits 1982 den 1. Preis beim Internationalen Chorwettbewerb „Walther von der Vogelweide" in Innsbruck und wurde 1987 1. Preisträger in der Kategorie Kammerchor beim Wettbewerb „Let the Peoples Sing" der European Broadcasting Union in Helsinki sowie Gesamtsieger und Gewinner der „Silver Rose Bowl" der BBC. Der Chor trat 1997/98 im Zyklus „Great Choirs of Europe" in Kopenhagen, Den Haag, bei den Berliner Festspielen und in Polen auf und war häufig zu Gast im Wiener Konzerthaus, u.a. im Chor/Orchester-Zyklus, Schönberg-Zyklus und im Eröffnungskonzert von Wien modern 2005 mit Scelsis „Uaxuctum". Der Chor arbeitete mit Dirigenten wie Christopher Hogwood, John E.Gardiner, Marc Soustrot, Ivan Fischer, Adam Fischer, Ralf Weikert, Zoltan Pesko, Peter Keuschnig und Peter Rundel zusammen und trat mit renommierten Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem RSO Wien, dem Bruckner Orchester Linz, der Wiener Akademie und dem Chamber Orchestra of Europe auf.

Einladungen zu internationalen Festivals führten den Chor nach Spanien, in die Niederlande, nach Dänemark, Italien, Deutschland, Polen, Schweiz, Griechenland und Israel.

Neben regelmäßigen Rundfunk- und Fernsehübertragungen ergänzen zahlreiche CD-Einspielungen die Tätigkeit des Chores („Geistliche Chormusik" 1983, „A-cappella" 1986, „Bruckner/ Distler" 1987, „Scherzi Musicali" 1994, „Mendelssohn: Geistliche Chormusik" 1998, „25 Jahre Concentus Vocalis" 2005). Siehe www.concentusvocalis.at.

Jani Christou

Jani Christou, Komponist

Geboren am 8. 1. 1926 in Heliopolis, Ägypten, als Sohn einer reichen griechischen Fabrikantenfamilie. Er erhielt seine Ausbildung an englischen Schulen und absolvierte das Studium der Philosophie in Cambridge bei Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein, seine musikalische Ausbildung erhielt er bei Alban-Berg-Schüler Hans F. Redlich sowie in Kontrapunkt- und Kompositionskursen. Weitere Einflüsse kamen durch seinen Bruder Evangelos (Studium in Zürich bei C. G. Jung, Psychoanalytiker) und durch den vergleichenden Religionswissenschaftler Mircea Eliade. Seit 1960 in Athen und Chios ansässig, entwickelte Christou eine intensive Zusammenarbeit mit dem Regisseur Carolus Koun und schrieb für dessen Art-theatre zahlreiche Theatermusiken, ab 1964 komponierte er jene Werke, die er als eigenständiges Schaffen betrachtete, wobei im Kompositionsprozeß der philosophische Hintergrund und die oft monatelange konzeptionelle Vorarbeit den entscheidenden Akt darstellten. Die tatsächliche Niederschrift konnte mit der von ihm entwickelten „Synthetischen Notation" oft in nur einem Tag erfolgen. Am Ende seines Lebens war Christou neben mehrstündiger täglicher Meditation und seiner kompositorischen Arbeit mit Proben für eine opernartige „Orestie"-Verarbeitung (die nach seinem Tod nicht rekonstruiert werden konnte) und mit einer großangelegten Festspielreihe auf der Insel Chios mit dem Titel „The Project" (130 szenisch-musikalische Aufführungskonzepte) beschäftigt. Am 8. 1. 1970 starb er zusammen mit seiner Frau bei einem Autounfall.

Christoph Hinterhuber

Christopher Hinterhuber, Klavier

„Eines der besten, faszinierendsten Klavieralben des Jahres"
schrieb das Fono Forum über seine Aufnahme von Sonaten und Rondos von C.P.E. Bach, daran anschließend wählte das englische Grammophone Magazin die zuletzt erschienene Aufnahme mit Werken für Klavier und Orchester von Hummel zur „Editor's Choice" im Februar 2008. Internationale Beachtung fand auch seine 2005 begonnene CD-Serie aller Klavierkonzerte von Ferdinand Ries mit dem New Zealand Symphony Orchestra unter Uwe Grodd, die mittlerweile beim vorletzten Vol. 4 angelangt ist. Vorangegangen war bereits eine lange Reihe von Top-Preisen bei wichtigen internationalen Wettbewerben in Leipzig (Bach), Saarbrücken (Bach), Pretoria(Unisa), Zürich (Geza Anda) und Wien. Seine Lehrer waren Axel Papenberg am Konservatorium Klagenfurt sowie Rudolf Kehrer, Avo Kouyoumdjian und Heinz Medjimorec an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo er sein Studium mit Bachs Goldberg-Variationen und einstimmiger Auszeichnung beschloss. 1996-98 studierte er auch an der Accademia pianistica "Incontri col Maestro" in Imola, Italien, bei Lazar Berman und Leonid Margarius. Weitere künstlerische Anregungen verdankt er unter anderem Oleg Maisenberg und Vladimir Ashkenazy. In den letzten Jahren konzertierte Christopher Hinterhuber regelmäßig bei bedeutenden Festivals wie bei der Styriarte in Graz, beim Carinthischen Sommer in Ossiach, beim Klavierfestival Ruhr und beim Prager Herbst. Er arbeitete mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Yakov Kreizberg, Sylvain Cambreling, Bruno Weil, Dennis Russell Davies, Bertrand de Billy, Ari Rasilainen, Christian Arming, Howard Griffiths, Hubert Soudant, Alfred Eschwé oder Beat Furrer, und Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Wien, dem Klangforum Wien, dem Wiener und Züricher Kammerorchester, dem MDR-Orchester Leipzig, der Staatskapelle Weimar, dem Royal Liverpool Philharmonic, dem Orchestre Philharmonique de Luxemburg. 2002/03 vertrat er Österreich zusammen mit Patricia Kopatschinskaja in der Reihe "Rising Stars" in der Carnegie Hall, New York, und in den prominentesten europäischen Konzertsälen. Ein besonderes Projekt war die Aufnahme in Ton (Schubert, Rachmaninow, Schönberg) und Bild (Christopher Hinterhubers Hände) für den französisch-österreichischen Film "Die Klavierspielerin" nach Elfriede Jelinek in der Regie von Michael Haneke (prämiert mit dem Großen Preis der Jury in Cannes 2001). Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für den ORF, DRS2, NHK, SWR u.a. sowie eine Gast-Unterrichtstätigkeit 2005/06 in einer Konzertfachklasse an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien runden seine künstlerische Tätigkeit ab. Für 2010 stehen Konzerte in vielen europäischen Ländern sowie in Neuseeland, Japan und Korea auf dem Plan.

Weitere Informationen unter

www.christopherhinterhuber.com

Cornelia Herrmann

Cornelia Herrmann, Klavier

"She is unusually musical and sensitive -

qualities that are rather rare in our musical times."

Andràs Schiff

Als Tochter einer Musikerfamilie in Salzburg geboren, studierte Cornelia Herrmann bei Imre Rohmann in Salzburg, Noel Flores in Wien und Ferenc Rados in Budapest. Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielt sie u. a. von Alexander Lonquich, Murray Perahia und András Schiff. 1996 war Cornelia Herrmann jüngste Finalistin und Gewinnerin des Internationalen J. S. Bach-Wettbewerbs in Leipzig und 1999 Sonderpreisträgerin des Internationalen Mozart-Wettbewerbs in Salzburg. 2001 gewann sie den Großen Förderpreis der Hildegard-Maschmann-Stiftung. Sie debütierte 2002 bei den Salzburger Festspielen, worauf ein neuerliches Engagement ein Jahr später folgte. 2003 war sie Solistin bei einer Spanien-Tournee der Camerata Salzburg mit Sir Roger Norrington. Im Rahmen ihrer Konzerte mit dem NHK Symphony Orchestra unter James Judd im Juli 2003 wurde ihr von JVC ein Vertrag für 3 CD-Produktionen angeboten. Im folgenden Jahr spielte Cornelia Herrmann mit dem Mozarteum Orchester Salzburg unter der Leitung von John Axelrod im KKL Luzern und eröffnete mit dem Tiroler Symphonieorchester unter der Leitung von Sir Neville Marriner die Konzertsaison in Innsbruck. Weitere Engagements führten die Pianistin seither u. a. in die Tonhalle Zürich, in die Victoria Hall in Genf, in das Große Festspielhaus in Salzburg, Brucknerhaus Linz, in das Museum of Art in Tel Aviv, in die Suntory Hall Tokyo, in den Wiener Musikverein und ins Wiener Konzerthaus. Dabei konzertierte sie u. a. mit dem Bruckner Orchester Linz, dem Israel Chamber Orchestra, dem New Japan Philharmonic Orchestra, dem MDR Sinfonieorchester, der Philharmonie Cosmopolitaine, dem Tokyo Metropolitan Orchestra, der Staatsphilharmonie Halle, dem Wiener Kammerorchester und der Wiener Kammerphilharmonie und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Christian Arming, Manfred Honeck, Stefan Sanderling, Hubert Soudant, Claudius Traunfellner, Milan Turkovic, Pinchas Steinberg und Marcello Viotti zusammen. In der Saison 2008/09 stehen Gastspiele in Stuttgart, Leipzig, Istanbul, Tokyo, Washington und Boston sowie ihr Debut beim Toledo Symphony Orchestra unter der Leitung von Stefan Sanderling und beim Ensemble Kanazawa (Japan) unter der Leitung von Michiyoshi Inoue auf dem Programm. Cornelia Herrmanns Liebe gilt auch der Kammermusik. Sie war Gast beim Open Chamber Music Festival in Prussia Cove, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und musizierte gemeinsam mit Christian Altenburger, Hermann Baumann, Mirijam Contzen, Elina Garanca, dem Amar Quartett, Pegasos Trio, Wiener Klavierquartett u. a. Im Mai 2006 erschien Cornelia Herrmanns zweite CD bei JVC: R. Schumanns Fantasiestücke op. 12, Arabeske op. 18 und J. Brahms Klavierstücke op. 76.

 

Herwig Reiter über sein Konzert für Violoncello und Orchester

Herwig Reiter über sein Konzert für Violoncello und Orchester

Entstehung

Auftragswerk des Wiener Jeunesse Orchesters (Herbert Böck), geschrieben in den Sommermonaten 1999 und 2000 auf der griechischen Insel Samos. Anregungen durch Bücher von Stephen Hawking (Astrophysik) und Felicitas Goodman (Schamanismus).

Formverlauf und Besetzung

Prolog - 7 „Klangszenarien", die das Solocello durchwandert - Epilog (Krebs des Prologs). Die Teile gehen ohne Pause ineinander über bzw. sind durch kurze Kadenzen des Solocellos miteinander verbunden. Satzbezeichnungen: Andantino, Molto vivace, Andante, Allegretto, Allegro giocoso, Maestoso, Presto. Wiederkehr weniger musikalischer Motive, die das ganze Werk in immer neuen Permutationen durchziehen (Herzschlagrhythmus, Dreitonfolge, Quint-Quart-Klang). Großes Orchester: dreifaches Holz und Blech, 5 Schlagzeuger, 16-fach geteilte Streicher, Cembalo, Harfe, 2 Synthesizer, Technik.

Idee

Einheit von Mensch und Natur. Stimulation des Zuhörers zu Selbstvergessenheit im Sinne eines Eintauchens in eine imaginäre Welt. Versuch der Aufwertung des Melodischen innerhalb rhythmischer Schichtenpolyphonie. Spiel mit der Gleichzeitigkeit verschiedener Tempi und Taktarten. Ausnotierte Agogik. Harmonik baut auf vielstimmigen Akkorden auf, die horizontal umgelegt auch als Skalen und damit als Ausgangspunkt melodischer Gestalten fungieren.

Textprobe aus dem Vorwort

„Ich halte das krampfhafte Vermeiden von Melodien, das nun schon mehr als ein halbes Jahrhundert von zahlreichen Komponisten praktiziert wird, für nicht mehr zeitgemäß und auch nicht mehr ergiebig. Nach kreativen und interessanten Kompositionen in den 60er, 70er und 80er Jahren hat sich diese Strömung zwar etabliert, aber totgelaufen. Sie hat im Namen der Freiheit (!) zu unzähligen Tabus geführt, die nicht nur Melodie, Dreiklang, Konsonanz, Tonalität, Symmetrie, Vorhersehbarkeit und Verständlichkeit sondern auch das Vermeiden jeglichen positiven Gefühlsausdrucks betreffen. Müssen wir Komponisten des 21. Jahrhunderts wirklich in die Welt der Geräusche flüchten, uns, wie es so schön heißt, „von melodischen und tonalen Zwängen emanzipieren", weil angeblich die Generationen vor uns schon alles gesagt haben, was es mit Tönen zu sagen gibt? Oder haben wir heute wieder die Chance, uns und unsere Zeit in Melodien und Harmonien zu dokumentieren innerhalb einer intelligenten, sensiblen, kommunikativen Musik, vielleicht sogar einer, die man nicht nur anerkennen, sondern auch lieben kann?".

Andrés Orozco-Estrada

Andrés Orozco-Estrada, Dirigent

Andrés Orozco-Estrada wurde im Dezember 1977 in Medellín (Kolumbien) geboren. Neben seinem frühen Violinstudium begann er 1992 Dirigierunterricht zu nehmen. 1997 kam er nach Wien, wo er in die Dirigierklasse von Uroš Lajovic an der Wiener Musikuniversität aufgenommen wurde. Im Frühjahr 2003 schloss er sein Studium mit einem Dirigat des Radio-Symphonieorchesters Wien im Wiener Musikverein ab.Im Juni 2004 sprang Orozco-Estrada kurzfristig im Wiener Musikverein bei einem Festwochen-Konzert des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich ein. Auf dem Programm standen Vier letzte Lieder von Richard Strauss mit Eva Mei und die 4. Symphonie von Anton Bruckner. Dieses Konzert, bei dem Orozco-Estrada von der Wiener Presse als „das Wunder von Wien" gefeiert wurde, war der Anstoß zu einer intensiven musikalischen Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Orchester sowie zu Einladungen zahlreicher internationaler Orchester. 2007 wurde Orozco-Estrada zum neuen Chefdirigenten des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich ernannt und trat mit Beginn der Saison 2009/10 diese Position für vorerst drei Jahre an.Im Mai 2007 debütierte Andrés Orozco-Estrada beim Baskischen Nationalorchester, was zu einer ebenso erfolgreichen Zusammenarbeit führte. Im Dezember 2008 wurde Orozco-Estrada zum neuen Chefdirigenten dieses Orchesters ernannt. Diese Position trat er ebenfalls mit Beginn der Saison 2009/10 antreten.Orozco-Estrada war von 2005-2009 Chefdirigent des Großen Orchesters Graz „recreation", mit dem er neben Abonnementreihen auch regelmäßige Auftritte beim Festival „Styriarte" in Graz bestritt.In den letzten Jahren arbeitete Orozco-Estrada regelmäßig mit dem Kolumbianischen Nationalorchester und den Philharmonikern von Bogotá zusammen. Als Gast dirigierte er u.a. die Wiener Symphoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, die Hamburger Philharmoniker, die NDR Radiophilharmonie Hannover, die Düsseldorfer Symphoniker, das Staatsorchester Stuttgart, die Bamberger Symphoniker, das Tiroler Symphonieorchester, das Sinfonieorchester Basel, das Luzerner Sinfonieorchester, das Orquesta Sinfónica de Madrid, das Swedish Radio Symphony Orchestra, die Sinfonia Varsovia sowie die Slowakische und die Slowenische Philharmonie. Als Musikchef der Oper Klosterneuburg (2005-2007) leitete Orozco-Estrada Produktionen wie Fidelio, L'Italiana in Algeri und Hoffmanns Erzählungen. Außerdem dirigierte er die Opern Le Nozze di Figaro, Don Giovanni, Die Entführung aus dem Serail, Die Zauberflöte, La Traviata, Don Carlos, La Bohème, Cavalleria Rusticana und I Pagliacci. Weitere Opernauftritte sind u.a. an der Staatsoper Stuttgart und in Hamburg mit einer Neuinszenierung von Rossinis La Cenerentola geplant.Während der Saison 2009/10 wird Orozco-Estrada mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich in Wien, St. Pölten, Grafenegg, Budapest, Zagreb und München zu hören sein. Das Orquesta de Euskadi wird er nach San Sebastián, Bilbao, Vitoria und Pamplona begleiten. Gastdirigate führen ihn u.a. nach Holland (Orkest van het Oosten), Frankfurt (Hessischer Rundfunk), Essen (Essener Philharmoniker), La Coruña (Orquesta Sinfónica de Galicia), Bergen (Bergen Philharmonic Orchestra) und Leipzig (Gewandhausorchester).

Weitere Informationen unter

www.orozcoestrada.com

Annette Markert

Annette Markert, Mezzosopran

Annette Markert studierte an der Musikhochschule „Felix-Mendelssohn-Bartholdy" in Leipzig Gesang und war in den folgenden Jahren an den Opernhäusern Halle und Leipzig engagiert. An der Oper sang sie unter anderem die Titelpartien in Händels Floridante, Rinaldo und Orest, aber auch Orpheus von Gluck, Mozart-Partien wie Sesto in La Clemenza di Tito und Cherubino in Le Nozze di Figaro. Für die Gestaltung der Händel-Opern erhielt sie zweimal den Händel-Preis der Stadt Halle. Freischaffend tätig arbeitet sie seit 1996 mit bedeutenden Dirigenten, Chören und Orchestern zusammen. Mehrfach war sie Gast beim Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur. Höhepunkte der letzten Jahre waren die Mitwirkung im Eröffnungskonzert der Salzburger Festspiele mit dem Elias von Mendelssohn unter Herreweghe sowie zwei Aufführungen der Johannes-Passion anlässlich des Festivals „Osterklang" in Wien mit den Wiener Philharmonikern ebenfalls unter Herreweghe. Annette Markert sang in mehreren Aufführungen der Matthäus-Passion mit den New Yorker Philharmonikern und dem Thomanerchor Leipzig unter Kurt Masur im Lincoln Center und an gleicher Stelle das Weihnachtsoratorium unter der Leitung des Thomaskantors Georg Christoph Biller. Anlässlich des 250. Todestages von Johann Sebastian Bach wirkte sie in einer h-moll Messe bei den Londoner Proms in der Royal Albert Hall unter Sir Roger Norrington mit. Nach erfolgreichen Gastspielen bei den Göttinger Händelfestspielen mit den Opern Tolomeo und Partenope unter Nicholas McGegan übernahm die Künstlerin an der Staatsoper Hannover die Titelpartie in Giulio Cesare und wirkte an der Komischen Oper Berlin in einer Neuproduktion der Händeloper Alcina mit. Annette Markert kann auf zahlreiche CD-Produktionen verweisen. Genannt seien u.a. Bachs Johannes-Passion und Weihnachtsoratorium unter Ludwig Güttler, das Mozart-Requiem und Paulus unter Philippe Herreweghe, die Deutsche Sinfonie von Hans Eisler unter Lothar Zagrosek, Bach-Kantaten unter Ton Koopman und mit der Nederlandse Bachvereinigung unter Jos van Veldhoven sowie Golgotha von Frank Martin unter Herbert Böck mit dem Wiener Jeunesse Orchester (1998).

Alexander Kaimbacher, Tenor

Alexander Kaimbacher, Tenor

Alexander Kaimbacher wurde am 26. Dezember 1969 in Villach geboren und lebt heute mit seiner Familie in Wien. Er studierte Gesang und Schauspiel, Waldorfpädagogik, Germanistik, Theater- und Musikwissenschaft. Seit 1999 arbeitet er als freischaffender Opern- und Konzertsänger und war 2007 - 2010 festes Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.

Freiberufliche Opernengagements führten Alexander Kaimbacher u.a. an die Wiener Volksoper, ans Opernhaus Graz, Staatstheater Meiningen, Opernhaus Zürich, Teatro Regio di Torino, Teatro San Carlo di Napoli, Teatro dell' Opera di Roma, Teatro Massimo di Palermo, Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, an die Scala di Milano, Bayerische Staatsoper München, zu den Festspielen nach Salzburg, Bregenz, Grafenegg, Klangbogen Wien, zum Festival Israel, den Wiener Festwochen und zum Carinthischen Sommer. 
Sein Opernrepertoire spannt sich von den lyrischen Partien Mozarts (Belmonte, Don Ottavio) bis hin zu Charakterpartien von Wagner (Steuermann, Vogelsang, Loge, Mime) und Strauss (Tanzmeister, Jüngling, Brighella, Valzacchi). Alexander Kaimbacher gilt als Spezialist für Neue Musik. Er sang wichtige Partien in Gottfried von Einem "Dantons Tod", Alban Berg "Wozzeck", Benjamin Britten "Albert Herring", Hans Werner Henze "Der Junge Lord" und Leonard Bernstein "Candide" und wirkte unter anderem bei Uraufführungen von HK Gruber und Georg Friedrich Haas mit. 

Im Konzert- und Liedfach hat sich der Künstler ein großes Repertoire erarbeitet: Messen, Passionen, Oratorien (u.a. Messiah, Elias, Schöpfung, Jahreszeiten, Golgotha, Missa Solemnis, Carmina Burana). Liederabende mit Klavier (Kreneks Reisebuch aus den österreichischen Alpen), mit Gitarre (Schuberts Schöne Müllerin), mit Harfe (Werke des 16. - 21. Jhdt.) und Streichquartett (Schuberts Winterreise), sowie alle Lieder von Gottfried von Einem.
Konzertauftritte führten ihn u.a. ins Gasteig München, in den Wiener Musikverein und das Konzerthaus, ins Brucknerhaus Linz, zum Aflenzer Kultursommer, zu den Gitarrentage Aschaffenburg, ins Teatro Monumental Madrid, nach New York, Washington, Minneapolis, Vancouver und Chicago.
Alexander Kaimbacher arbeitete unter namhaften Dirigenten wie Marcello Viotti, Martin Haselböck, Manfred Honeck, Kirill Petrenko, Franz Welser-Möst, Christian Thielemann, Philippe Jordan und Zubin Mehta.

Im Jahr 2010 sang Alexander Kaimbacher Auszüge aus Gustav Mahlers "Lied von der Erde" in einer Bearbeitung für Kammerensemble von A. Schönberg/ R. Riehn beim Frühjahrsprojekt des Wiener Jeunesse Orchesters. 

www.alexander-kaimbacher.com

Herbert Willi

Herbert Willi, Komponist

Wenn ich in mich hineinhöre – immer kann ich Musik hören. Alle Einflüsse des Tages hinterlassen ihre Spuren. Mir geht es aber darum, in der Stille davon frei zu werden, darin zu verweilen, bis aus dieser Situation heraus neue Gestalt erkennbar, sichtbar, hörbar wird. (Herbert Willi)

Herbert Willi wurde am 7. Januar 1956 in Vorarlberg geboren. Er studierte Schulmusik und Theologie an der Universität Innsbruck, gleichzeitig Fagott und Klavier am Innsbrucker Konservatorium. Ab 1983 war er Kompositionsschüler bei Helmut Eder an der Hochschule Mozarteum in Salzburg, anschließend setzte er seine Studien bei Boguslaw Schaeffer fort. 1988 lernte Willi Olivier Messiaen kennen. Der Komponist lebt und arbeitet in St. Anton im Montafon.

Willi versteht den Kompositionsprozess als ein Übertragen innerer Wahrnehmungen, die sich aus Naturbildern, Visionen und strukturellen Erfahrungen speisen, in Musik. Der Komponist ist dabei ein Spurensucher, der aus der Stille heraus Klänge erfährt, die er mittels seiner handwerklichen Fertigkeit schriftlich fixiert und so für den Hörer erfahrbar macht. Im Schaffen Willis dominieren neben Kammermusikwerken vor allem Arbeiten für Orchester. Im Jahr 1991 gab das Cleveland Orchestra gemeinsam mit den Salzburger Festspielen das Konzert für Orchester in Auftrag, dessen Uraufführung Christoph von Dohnányi in Cleveland dirigierte. Für die Wiener Philharmoniker schrieb er als Auftragswerk anlässlich der Feierlichkeiten "150 Jahre Wiener Philharmoniker" die Komposition Begegnung für Orchester (1997/98). 2007 vollendete Willi den Zyklus "Montafon“, der die Werke Eirene (Konzert für Trompete und Orchester, 2001), ...geraume Zeit... (Konzert für Flöte, Oboe und Orchester, 2002/03), ego eimi (Konzert für Klarinette und Orchester, 2006) und Äon (Konzert für Horn und Orchester, 2007) umfasst.

Zum Jubiläum "1000 Jahre Österreich" schrieb Willi 1994/95 im Auftrag des Opernhauses Zürich die Oper Schlafes Bruder. Das Libretto, das die tragische Geschichte des Musikgenies Elias im Umfeld eines durch soziale Kälte unwirtlichen Bergdorfs beschreibt, entstand in direkter Zusammenarbeit mit dem Autor des gleichnamigen Romans, Robert Schneider. 2008 erstellte Willi eine revidierte Fassung der Oper, die am Stadttheater Klagenfurt zur Uraufführung kam.

Aufführungen seiner Werke erfolgten in New York (Carnegie Hall), Tokyo (Suntory Hall, Sumida Triphony Hall), London (Royal Albert Hall), Wien (Musikverein, Konzerthaus), bei den Salzburger Festspielen (Großes Festspielhaus, Felsenreitschule) und in der Berliner Philharmonie. Interpreten sind unter anderem internationale Orchester wie die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, Cleveland Orchestra, Philadelphia Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestra und das New Japan Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Muti, Seiji Ozawa,  Christoph von Dohnányi, Manfred Honeck und Gustavo Dudamel.

Willi erhielt in den Jahren 1985, 1986 und 1989 das Österreichische Staatsstipendium für Komponisten. 1987 war er Preisträger beim Streichquartettwettbewerb der Wiener Konzerthausgesellschaft (Aufführung des Streichquartett 1986 durch das Arditti Quartett, dessen Mitglieder auch die Jury bildeten). 1987/88 erhielt er ein Rom-Stipendium, 1990 das Rolf-Liebermann-Stipendium für Opernkompositionen (Jurymitglieder: Opern der Städte Wien, Berlin, Hamburg, Dresden und München) sowie 1991 den Förderpreis der Ernst von Siemens Stiftung zugesprochen. 1997 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen und 1998 das Große Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg. Willi wurde mehrfach als Composer in Residence eingeladen, 1992 von den Salzburger Festspielen, 1996-98 von der Camerata Academia, Salzburg; in der Spielzeit 2002/2003 war er Composer in Residence der Gesellschaft der Musikfreunde des Wiener Musikvereins, des Wiener Concert-Vereins und 2007 beim Pacific Music Festival in Sapporo/ Japan sowie 2008 beim japanischen Kusatsu International Summer Music Academy & Festival.

Unter den CD-Einspielungen der Werke Herbert Willis finden sich eine umfangreiche Retrospektive seiner Orchesterwerke beim Label WERGO (WER-6673) sowie die bei dem japanischen Label Camerata (CM-2125) erschienene CD mit Kammermusikwerken der Jahre 1984 bis 2005.

Quelle: https://de.schott-music.com/shop/autoren/herbert-willi

Matthias Schorn

Matthias Schorn, Klarinette

Matthias Schorn wurde am 3. November 1982 in Salzburg geboren. Er studierte Konzertfach Klarinette an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Johann Hindler und besuchte mehrere Meisterkurse, u.a. bei Alois Brandhofer in Salzburg. Seine berufliche Laufbahn begann Matthias Schorn als Klarinettist beim Radio Symphonie Orchester Wien, 2007 wurde er nach Stationen beim Deutschen Symphonie Orchester Berlin und bei den Münchner Philharmonikern als Soloklarinettist ins Orchester der Wiener Staatsoper bzw. zu den Wiener Philharmonikern engagiert. Als Solist konzertiere er u. a. mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem Rundfunk Symphonie Orchester Berlin, dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt, dem Bruckner Orchester Linz , den London Mozart Players, den Wiener Mozartisten, dem Wiener Jeunesse Orchester, dem Innviertler Symphonie Orchester und der Wiener Kammerphilharmonie. Weiters wurde er in den vergangenen Jahren regelmäßig als Soloklarinettist zu den Berliner Philharmonikern, in die Staatskapelle Dresden, zum NDR Symphonie Orchester Hamburg, zum Bayrischen Staatsorchester München, zur Camerata Salzburg und zum Wiener Kammerorchester eingeladen. Neben seiner Orchestertätigkeit und seinen Solo-Projekten ist ihm zudem die Kammermusik ein wichtiges Anliegen, zu seinen Partnern zählen u. a. Christoph Eschenbach, Daniel Hope, Wu Han, Gabor Boldoczki, Christopher Hinterhuber, Eszter Haffner, Philip Dukes, Hartmut Rhode, Daniel Müller-Schott, Raphael Wallfisch, Ernst Kovacic, Milan Turkovic, Jens Lindemann, Armin Mueller-Stahl, Julia Stemberger, Frank Hofmann, Erwin Steinhauer, das Faure Quartett, das Minetti Quartett, das Kungsbacka Piano Trio und das Quatuor Ebene. Auf der Suche nach seinem eigenen Musizierideal gründete er verschiedene Kammermusikensembles wie das „Trio Marc Chagall", das „Theophil Ensemble Wien" oder das Crossover Ensemble „Faltenradio".Matthias Schorn ist Jurymitglied verschiedener Wettbewerbe, leitet eine Klarinettenklasse an der Konservatorium Wien Privatuniversität und ist künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Festivals „PalmKlang" in Oberalm (Salzburg).

Herbert Willi ego eimi

Herbert Willi, Konzert für Klarinette und Orchester „ego eimi" (2005/06)

„Jeder hat in sich einen Klang" und „Was ist die Wurzel?" nennt Herbert Willi als Ausgangspunkte für sein im Auftrag der Salzburger Festspiele komponiertes Werk: das Konzert für Klarinette und Orchester. Eingebettet ist das Stück in den vier Werke umfassenden „Montafon"-Zyklus: Eirene (Konzert für Trompete und Orchester), ...geraume Zeit... (Konzert für Flöte, Oboe und Orchester), ego eimi (Konzert für Klarinette und Orchester) und Äon (Konzert für Horn und Orchester).

Das griechische Motto „ego eimi" ziert das Klarinettenkonzert, was so viel bedeutet wie „Ich bin". Dieses „Ich bin dort, wo du bist" (Martin Buber) ist ein bestimmendes Anliegen des von einer Reihe von Bildern geprägten Konzerts. Um unmissverständlich aufzuzeigen, dass in jedem ein bestimmter Klang wohnt, der oftmals verschüttet ist und den es stets neu für sich zu entdecken gilt, steht am Beginn des Konzerts eine weitgespannte Kadenz der ganz in der Musik aufgehenden Soloklarinette. Willi führt damit eine Grundidee seines Oeuvres fort: die Suche nach der Stille, ausgelöst durch das Eins-Sein mit der Natur. Folgerichtig präsentiert sich dieses Klarinettensolo selbstbewusst und kraftvoll – wie der „Ausdruck eines klaren Geistes als fließendes Bei-sich-Sein" (Willi).

Angesteckt von dieser Freude an der Musik tritt nach einer Zäsur das Orchester ein, bringt neue Farben in das von blühender Vitalität erfüllte Spiel. Weil sich der Klang der Klarinette unterschiedlich mit den üblichen Orchesterstimmen mischt, verwendet der Komponist zusätzlich zu den als Begleitung eingesetzten Streichern die aparten Farben von Vibraphon, Marimbaphon und Akkordeon. Charakteristisch für die Entwicklung der Musik ist der Wechsel aus kraftvollem Fließen und Verweilen.

Dem zweiteilig, gleichsam als „sakrale Handlung" (Willi) angelegten Kopfsatz folgt ein von der Klarinette wiederum solistisch dominierter, dreiteiliger zweiter Satz. Sowohl die beiden mit „wie Jazz" überschriebenen rhythmisch profilierten Eckteile als auch der Mittelteil „wie ein Walzer" dokumentierten laut Willi die dem Menschen innewohnende „Urnatur" in ihrer rauschenden Fülle, gleich einem Tanz des Lebens.

Der dritte Satz kehrt zum Verweilcharakter des Konzertbeginns zurück. Mit seinem ersten Teil bildet er die Klammer zum ersten Satz. Sein zweiter Teil macht den für Willi typischen, energetisch geladenen Rhythmus des zweiten Satzes zum bestimmenden Parameter. Immer mehr verbindet sich der Solist mit den übrigen Instrumentalisten, steckt sie mit seiner Energie förmlich an: Er gibt damit gewissermaßen die Kraft zurück, die er sich zu Konzertbeginn aus dem Hineinhören in die Natur geholt hat. Komprimiert erscheint die immer stärker aufgestaute Energie im abschließenden rhythmischen Pulsieren. Daran schließt unmittelbar der Beginn der Anfangskadenz an. Willi beschwört damit nicht nur von neuem die Idee des Bei-sich-Seins, sondern gibt auch seiner Idee eines „ewigen Kreislaufs" Ausdruck: Das Konzert endet als potentielles Perpetuum mobile.

Die Werkbeschreibung wurde dem Text Walter Dobners im Programmheft der Salzburger Festspiele 2006 entnommen.

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Atso Almila, Dirigent

Atso Almila, Dirigent

Atso Almila studierte Posaune und Orchesterdirigieren bei Prof. Jorma Panula an der Sibelius Akademie Helsinki und erhielt sein Abschlussdiplom 1977. Er erwarb sich einen hervorragenden Ruf als Chefdirigent mehrerer finnischer Orchester, darunter des Tampere Philharmonic Orchestra 1987-89, des Joensuu Symphony Orchestra 1993-2000 und des Kuopio Philharmonic Orchestra 1995-2000, seit 2000 ist er erster Gastdirigent des Seinäjoki Chamber Orchestra. Er arbeitete weiters als Dirigent und künstlerischer Leiter führender finnischer Chöre, u.a. des Radio Symphony Choir und des Sibelius Academy Chamber Choir.

Als musikalischer Leiter war er weiters von 1982-95 am National Theatre of Finland tätig, von 1980-95 leitete er eine Reihe von Produktionen als Dirigent an der National Opera of Finland. Gastdirigate führten ihn regelmäßig nach Schweden, Estland, Japan, in die Schweiz, nach Großbritannien und Irland, wo er mit großem Erfolg die Sommerarbeitsphasen des National Youth Orchestra of Ireland in den Jahren 2003-06 leitete. Seit 1991 arbeitete Atso Almila als Assistent Jorma Panulas an der Sibelius Akademie und erwarb sich überdies einen ausgezeichneten Ruf als Dozent bei Meisterkursen in Dirigieren und Orchesterleitung.Seit 2002 hat er eine Professur für Dirigieren an der Sibelius Akademie inne. Atso Almila ist ebenso bekannt als Komponist, unter seinen vielen herausragenden Werken sind vier Opern, zwei Symphonien und eine große Anzahl von Kammermusikwerken zu nennen. Er schrieb auch eine Reihe symphonischer Konzerte für Soloinstrumente, darunter ein Konzert für Blechbläserquintett und Orchester, zuletzt ein Triplekonzert für Violine, Viola, Violoncello und Orchester. Seine Musik zeichnet ein musikantischer, individueller Zugriff zum Instrument aus, seine Harmonien spiegeln Einflüsse von Sergej Prokofjew und Les Six (u.a. Milhaud, Honegger, Poulenc). Seit 2005 genießt Atso Almila ein 5-jähriges staatliches Kompositionsstipendium, um sich diesem spannenden Aufgabenbereich mehr als bisher widmen zu können.2006 wurde Atso Almila mit der Goldmedaille der Finnischen Orchestervereinigung für seine außerordentlichen Verdienste um die Orchestermusik und das Konzertpublikum Finnlands ausgezeichnet.

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